Dachsen am Rheinfall

Portrait

Über tausend Jahre ist das Schloss alt, das hoch über dem Rheinfall thront. Dieser bringt es auf rund 15'000 Jahre, was man ihm aber nicht anmerkt. Er fällt, tobt und tost in alter Frische. Die Nächte verbringen viele seiner Besucher, die aus der ganzen Welt anreisen, in den gemütlichen "Chammern" des einstigen Hochadelssitzes. Rauschende Nächte sind naturgemäss garantiert.

Freiherren und Landschaftsmaler

Würde kein Schloss dort stehen, man müsste eins bauen, denn einen erhabeneren Ort für einen Herrschaftssitz gibt es wohl kaum. Seit dem 9. Jahrhundert steht es hoch über dem "grossen Lauffen". Gemeint ist damit der Rhein, der seinerseits seit dem späten Quartär in sein altes Flussbett hinunterstürzt, das er sich zuvor selbst mit Kalkablagerungen verbaut hatte. Der erste urkundlich erwähnte Bewohner des Schlosses war Freiherr Heinrich von Laufen, es folgten die Rittergeschlechter von Fulach und Tengen. Im alten Zürichkrieg, so wird berichtet, hätten sich die Adligen über den Fels abgeseilt und seien schwimmend geflüchtet. Im dreissigjährigen Krieg war es ein Zeughaus, in friedlicheren Zeiten diente das Haus als Atelier für romantische Landschaftsmaler.
Heute ist es eine Bilderbuchherberge mit 92 Betten in rustikalen Zimmern. Exklusiv: Die separate Familienherberge im ehemaligen Waschhäuschen, auf den Ruinen einer gotischen Kapelle.