Skip to navigation Skip to content

Wir haben zur Zeit geschlossen. Ab 23. März haben wir wieder offen. Reservationen und Anfragen werden bearbeitet.

Jugendherberge Dachsen am Rheinfall

Schloss Laufen am Rheinfall
8447 Dachsen (ZH)

Simple Eu-label Hiq Quality-1 Steinbock-3 Swiss_lodge Free_wifi_v02

Tel: +41 52 659 61 52
Fax: +41 52 659 60 39
dachsen@youthhostel.ch
www.youthhostel.ch/dachsen

youthhostel.dachsen

Online Buchung

Geschichte -Schloss Laufen

Auf einem Felssporn unmittelbar über dem Rheinfall bei Dachsen thront das über tausendjährige Schloss Laufen. Trotz seiner romantischen Lage waren in erster Linie strategische Gründe für den Standort ausschlaggebend. Angesichts des reissenden Wassers unterhalb und des starken Sogs oberhalb des Rheinfalls war eine flussseitige Einnahme der Burg nahezu unmöglich.

Die Freiherren von Laufen

Im Jahre 858 findet Laufen eine erste namentliche Erwähnung in einer Besitzvergabe der im Thurgau ansässigen Wolven. Der Name "Laufen" entstammt der Bezeichnung "grosses Lauffen", wie damals der Wasserfall des Rheins bezeichnet wurde.

Die Besitzverhältnisse der Burg änderten oft und waren nicht immer eindeutig. Im 12. Jahrhundert galt die Burg als Besitz des Bischofs von Konstanz, während gleichzeitig auch vom Kloster Allerheiligen in Schaffhausen und den Grafen von Kyburg Besitztümer in Laufen bezeugt wurden.

Selbst das nach ihr benannte Adelsgeschlecht der Freiherren von Laufen blieb nur gerade während rund hundert Jahren Besitzer der Burg.

Der alte Zürich-Krieg

Nachdem das Schloss mehrfach die Besitzer gewechselt hatte, war es in der Zeit des alten Zürichkrieges (1439–1450) Eigentum der Familie Fulach. Dass das Lebensrecht seit dem Wegzug der Herren von Laufen bei den damaligen Nachfolgern, den Freiherren von Tengen verblieben war, machte die Burg aus Sicht der Zürcher zum Feindesgut. Während der Belagerung und Eroberung der Burg im Jahre 1449 wird berichtet, dass die Verteidiger um die Familie Fulach sich an langen Seilen über den Felssporn in den Rhein herunterliessen und schwimmend am anderen Ufer das Weite suchten. Ein einziger Bewohner blieb zurück, da er die tosenden Fluten des Rheins als die noch grössere Gefahr erachtete und liess die Belagerer ins Schloss. Bereits ein Jahr später gelang es jedoch Kämpfern der Familie Fulach die Burg zurückzuerobern. In diplomatischer Voraussicht gaben sie ihr Schaffhauser Bürgerrecht auf und beantragten dasjenige von Zürich.

Besitz der Stadt Zürich

Trotz Bemühungen der Stadt Schaffhausen, mit dem Erwerb der Burg Laufen auf dem linken Rheinufer Fuss zu fassen, verkaufte Hans Wilhelm von Fulach den Besitz mit den umliegenden Vogteien Uhwiesen und Dachsen 1544 schliesslich an die Stadt Zürich. Damit erreichte Zürich eine willkommene Gebietserweiterung gegen Norden und liess die bedeutende Erwerbschaft kurz darauf in einen wohnlichen Sitz für ihren Obervogt umbauen. Dieser bauliche Zustand blieb nahezu drei Jahrhunderte unverändert und die damals erstellte Ringmauer mit ihrem markanten viereckigen Torturm ist heute noch grösstenteils erhalten. Die Herrschaft der Stadt über das Land mittels der Vogteien war gefestigt und zeitigte noch bis Ende des 18. Jahrhunderts feudalistische Züge. Mit dem Einmarsch Napoleons 1798 nahm dies ein jähes Ende. Die Vogteien wurden abgeschafft und das Schloss blieb, wie viele andere Burgen, über mehrere Jahre unbewohnt. Erst ab 1804 liessen sich verschiedene Pächter in der Burg nieder. Einer von ihnen war der Landschaftsmaler Ludwig Bleuer, welcher 1833 seine Malerschule ins Schloss verlegte und beabsichtigte, ein grosses Werk über den Rhein zu schaffen. 1845 konnte er das Schloss käuflich erwerben. Rund 100 Jahre später, 1941, übernahm der Kanton Zürich das Schloss von seinen Nachfahren. Als Nutzung wurde eine Jugendherberge eingerichtet, welche 1946 feierlich eröffnet wurde.

Jugendherberge Dachsen heute

Jugendherberge Dachsen am Rheinfall heute

Schloass Laufen. Ansicht von Nordosten 1840

Schloss Laufen. Ansicht von Nordosten 1840

Schloss Laufen. Ansicht von Süden 1840

Schloss Laufen. Ansicht von Süden 1840