Dachsen am Rheinfall
Zürich

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Ein Schlafplatz im Felsenschloss Laufen über den tosenden Wassermassen des Rheinfalls entzückt Erlebnishungrige und Geschichtsbegeisterte.

Aussenansicht Jugendherberge Dachsen am Rheinfall mit Fluss

Dachsen am Rheinfall

Zürich

Die reissenden Fluten des grössten Wasserfalls in Europa könnten viele Geschichten erzählen. Vom einstigen Adelssitz auf erhabenem Felssporn, mittelalterlichen Besitzstreitereien und Nachwehen der französischen Revolution. Aber lassen Sie doch den Schlosscharakter und das Naturspektakel direkt auf sich wirken! In den gemütlichen Kammern im Gemäuer wird die Vergangenheit greifbar und in kürzester Zeit erreicht man zu Fuss oder per Schiff die Beobachtungspunkte für ein überwältigendes Wasserschauspiel, dessen Wucht schon viele berühmte Besucher wie Goethe begeistert hat. Andere schöne Perspektiven ergeben sich auf dem Rheinfall-Rundweg oder in den Baumwipfeln des nahen Adventure Parks.

  • Jugendherberge Dachsen am Rheinfall
    Schloss Laufen am Rheinfall
    8447 Dachsen
    Schweiz
  • Check-in: 17:00 - 21:00 Uhr Check-out: 08:00 - 09:30 Uhr
Simple

Mit ÖV / Zu Fuss:

Mit dem Zug von Zürich in 45 Minuten via Winterthur bis "Schloss Laufen", direkt unterhalb der Jugendherberge. Auch die Stationen "Neuhausen Rheinfall" und "Dachsen" können angefahren werden. Der Fussweg beträgt eine Viertelstunde zu Fuss.

Mit dem Auto:

Mit dem Auto Richtung "Rheinfall" fahren. Ein grosser Auto- und Busparkplatz ist vorhanden. Die Parkplätze sind kostenlos.

Zimmer Kategorien

  • Anzahl Betten
  • Einzelzimmer
  • Doppelzimmer
  • Familienzimmer
  • Mehrbettzimmer
  • Hindernisfreie Zimmer

Infrastruktur

Preise & Verfügbarkeit

  • Frühstücksbuffet inkl.
    Mittagessen auf Anfrage
    Abendessen 17.50 CHF
    Abendessen Kinder 2–5 Jahren 8.50 CHF
    Abendessen Kinder 6–12 Jahren 14.50 CHF
    Lunchpaket auf Anfrage 8.50 CHF
    • Keine Kurtaxen
    • Nichtmitglieder zahlen einen Zuschlag für die Tagesmitgliedschaft von: CHF 7.–, Familien CHF 14.–
    • Infos und Vorteile zur Jahresmitgliedschaft
    • Gruppen (mind. 10 Personen) lösen mit Vorteil eine Gruppen-Jahresmitgliedschaft (persönlich: CHF 55.– / unpersönlich CHF 99.–)
    • Kinder bezahlen von 2 bis 5 Jahren nur CHF 15.— und von 6 bis 12 Jahren nur CHF 25.— pro Nacht im Zimmer der Eltern/Grosseltern, inklusive Frühstück.
    • Gruppenpreise Kinder von 2–5 Jahren pauschal CHF 15.–, von 6–12 Jahren gelten Bettenpreise/Gruppenpreise
    • Freiwillige CO2-Kompensation CHF 0.30 
    • Preisänderungen vorbehalten
    • Verrechnung aller Preise in CHF
  • Schloss Laufen

    Auf einem Felssporn unmittelbar über dem Rheinfall bei Dachsen thront das über tausendjährige Schloss Laufen. Trotz seiner romantischen Lage waren in erster Linie strategische Gründe für den Standort ausschlaggebend. Angesichts des reissenden Wassers unterhalb und des starken Sogs oberhalb des Rheinfalls war eine flussseitige Einnahme der Burg nahezu unmöglich.

    Die Freiherren von Laufen

    Im Jahre 858 findet Laufen eine erste namentliche Erwähnung in einer Besitzvergabe der im Thurgau ansässigen Wolven. Der Name "Laufen" entstammt der Bezeichnung "grosses Lauffen", wie damals der Wasserfall des Rheins bezeichnet wurde.

    Die Besitzverhältnisse der Burg änderten oft und waren nicht immer eindeutig. Im 12. Jahrhundert galt die Burg als Besitz des Bischofs von Konstanz, während gleichzeitig auch vom Kloster Allerheiligen in Schaffhausen und den Grafen von Kyburg Besitztümer in Laufen bezeugt wurden.

    Selbst das nach ihr benannte Adelsgeschlecht der Freiherren von Laufen blieb nur gerade während rund hundert Jahren Besitzer der Burg.

    Der alte Zürich-Krieg

    Nachdem das Schloss mehrfach die Besitzer gewechselt hatte, war es in der Zeit des alten Zürichkrieges (1439–1450) Eigentum der Familie Fulach. Dass das Lebensrecht seit dem Wegzug der Herren von Laufen bei den damaligen Nachfolgern, den Freiherren von Tengen verblieben war, machte die Burg aus Sicht der Zürcher zum Feindesgut. Während der Belagerung und Eroberung der Burg im Jahre 1449 wird berichtet, dass die Verteidiger um die Familie Fulach sich an langen Seilen über den Felssporn in den Rhein herunterliessen und schwimmend am anderen Ufer das Weite suchten. Ein einziger Bewohner blieb zurück, da er die tosenden Fluten des Rheins als die noch grössere Gefahr erachtete und liess die Belagerer ins Schloss. Bereits ein Jahr später gelang es jedoch Kämpfern der Familie Fulach die Burg zurückzuerobern. In diplomatischer Voraussicht gaben sie ihr Schaffhauser Bürgerrecht auf und beantragten dasjenige von Zürich.

    Besitz der Stadt Zürich

    Trotz Bemühungen der Stadt Schaffhausen, mit dem Erwerb der Burg Laufen auf dem linken Rheinufer Fuss zu fassen, verkaufte Hans Wilhelm von Fulach den Besitz mit den umliegenden Vogteien Uhwiesen und Dachsen 1544 schliesslich an die Stadt Zürich. Damit erreichte Zürich eine willkommene Gebietserweiterung gegen Norden und liess die bedeutende Erwerbschaft kurz darauf in einen wohnlichen Sitz für ihren Obervogt umbauen. Dieser bauliche Zustand blieb nahezu drei Jahrhunderte unverändert und die damals erstellte Ringmauer mit ihrem markanten viereckigen Torturm ist heute noch grösstenteils erhalten. Die Herrschaft der Stadt über das Land mittels der Vogteien war gefestigt und zeitigte noch bis Ende des 18. Jahrhunderts feudalistische Züge. Mit dem Einmarsch Napoleons 1798 nahm dies ein jähes Ende. Die Vogteien wurden abgeschafft und das Schloss blieb, wie viele andere Burgen, über mehrere Jahre unbewohnt. Erst ab 1804 liessen sich verschiedene Pächter in der Burg nieder. Einer von ihnen war der Landschaftsmaler Ludwig Bleuer, welcher 1833 seine Malerschule ins Schloss verlegte und beabsichtigte, ein grosses Werk über den Rhein zu schaffen. 1845 konnte er das Schloss käuflich erwerben. Rund 100 Jahre später, 1941, übernahm der Kanton Zürich das Schloss von seinen Nachfahren. Als Nutzung wurde eine Jugendherberge eingerichtet, welche 1946 feierlich eröffnet wurde.

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