Dachsen am Rheinfall
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Am 20.10.2019 haben wir uns vom Schloss Laufen verabschiedet. Nach 74 Jahren mussten wir die Jugendherberge Dachsen am Rheinfall schliessen, weil das Schloss zukünftig anderweitig genutzt werden soll.

Aussenansicht Jugendherberge Dachsen am Rheinfall mit Fluss

Dachsen am Rheinfall

Zürich

Aufgrund ihrer Lage und ihres historischen Charmes war die Jugendherberge ein sehr beliebtes und charakteristisches Haus. Wir werden es sehr vermissen.

Wir heissen dich gerne an einem unserer vielen weiteren Standorte willkommen. Zum Beispiel in einer Jugendherberge in der Region oder gar in einer Unterkunft in unserer Kategorie Burgen und Schlösser. Nicht zu verpassen ist die Eröffnung der neuen Jugendherberge in Schloss Burgdorf im April 2020.

Jugendherbergen in der Region:
Jugendherberge Schaffhausen
Jugendherberge Stein am Rhein
Jugendherberge Kreuzlingen

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Anfahrt

Mit ÖV / Zu Fuss:

Mit dem Zug von Zürich in 45 Minuten via Winterthur bis "Schloss Laufen", direkt unterhalb der Jugendherberge. Auch die Stationen "Neuhausen Rheinfall" und "Dachsen" können angefahren werden. Der Fussweg beträgt eine Viertelstunde zu Fuss.

Mit dem Auto:

Mit dem Auto Richtung "Rheinfall" fahren. Ein grosser Auto- und Busparkplatz ist vorhanden. Die Parkplätze sind kostenlos.

Zimmer-Kategorien

  • Anzahl Betten
  • Einzelzimmer
  • Doppelzimmer
  • Familienzimmer
  • Mehrbettzimmer
  • Hindernisfreie Zimmer

Infrastruktur

  • Schloss Laufen

    Auf einem Felssporn unmittelbar über dem Rheinfall bei Dachsen thront das über tausendjährige Schloss Laufen. Trotz seiner romantischen Lage waren in erster Linie strategische Gründe für den Standort ausschlaggebend. Angesichts des reissenden Wassers unterhalb und des starken Sogs oberhalb des Rheinfalls war eine flussseitige Einnahme der Burg nahezu unmöglich.

    Die Freiherren von Laufen

    Im Jahre 858 findet Laufen eine erste namentliche Erwähnung in einer Besitzvergabe der im Thurgau ansässigen Wolven. Der Name "Laufen" entstammt der Bezeichnung "grosses Lauffen", wie damals der Wasserfall des Rheins bezeichnet wurde.

    Die Besitzverhältnisse der Burg änderten oft und waren nicht immer eindeutig. Im 12. Jahrhundert galt die Burg als Besitz des Bischofs von Konstanz, während gleichzeitig auch vom Kloster Allerheiligen in Schaffhausen und den Grafen von Kyburg Besitztümer in Laufen bezeugt wurden.

    Selbst das nach ihr benannte Adelsgeschlecht der Freiherren von Laufen blieb nur gerade während rund hundert Jahren Besitzer der Burg.

    Der alte Zürich-Krieg

    Nachdem das Schloss mehrfach die Besitzer gewechselt hatte, war es in der Zeit des alten Zürichkrieges (1439–1450) Eigentum der Familie Fulach. Dass das Lebensrecht seit dem Wegzug der Herren von Laufen bei den damaligen Nachfolgern, den Freiherren von Tengen verblieben war, machte die Burg aus Sicht der Zürcher zum Feindesgut. Während der Belagerung und Eroberung der Burg im Jahre 1449 wird berichtet, dass die Verteidiger um die Familie Fulach sich an langen Seilen über den Felssporn in den Rhein herunterliessen und schwimmend am anderen Ufer das Weite suchten. Ein einziger Bewohner blieb zurück, da er die tosenden Fluten des Rheins als die noch grössere Gefahr erachtete und liess die Belagerer ins Schloss. Bereits ein Jahr später gelang es jedoch Kämpfern der Familie Fulach die Burg zurückzuerobern. In diplomatischer Voraussicht gaben sie ihr Schaffhauser Bürgerrecht auf und beantragten dasjenige von Zürich.

    Besitz der Stadt Zürich

    Trotz Bemühungen der Stadt Schaffhausen, mit dem Erwerb der Burg Laufen auf dem linken Rheinufer Fuss zu fassen, verkaufte Hans Wilhelm von Fulach den Besitz mit den umliegenden Vogteien Uhwiesen und Dachsen 1544 schliesslich an die Stadt Zürich. Damit erreichte Zürich eine willkommene Gebietserweiterung gegen Norden und liess die bedeutende Erwerbschaft kurz darauf in einen wohnlichen Sitz für ihren Obervogt umbauen. Dieser bauliche Zustand blieb nahezu drei Jahrhunderte unverändert und die damals erstellte Ringmauer mit ihrem markanten viereckigen Torturm ist heute noch grösstenteils erhalten. Die Herrschaft der Stadt über das Land mittels der Vogteien war gefestigt und zeitigte noch bis Ende des 18. Jahrhunderts feudalistische Züge. Mit dem Einmarsch Napoleons 1798 nahm dies ein jähes Ende. Die Vogteien wurden abgeschafft und das Schloss blieb, wie viele andere Burgen, über mehrere Jahre unbewohnt. Erst ab 1804 liessen sich verschiedene Pächter in der Burg nieder. Einer von ihnen war der Landschaftsmaler Ludwig Bleuer, welcher 1833 seine Malerschule ins Schloss verlegte und beabsichtigte, ein grosses Werk über den Rhein zu schaffen. 1845 konnte er das Schloss käuflich erwerben. Rund 100 Jahre später, 1941, übernahm der Kanton Zürich das Schloss von seinen Nachfahren. Als Nutzung wurde eine Jugendherberge eingerichtet, welche 1946 feierlich eröffnet wurde.

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