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Schweizer Jugendherbergen

Schaffhauserstrasse 14
Postfach
8042 Zürich
Schweiz
Tel: +41 44 360 14 14 / Fax: +41 44 360 14 60
www.youthhostel.ch
www.facebook.com/youthhostel.ch

Kontakt per E-Mail:

Für allgemeine Fragen / Mitgliederdienst: contact@youthhostel.ch

Buchungsstelle für Jugendherbergen weltweit: booking@youthhostel.ch

Marketing: marketing@youthhostel.ch

Buchungsstelle für Gruppen aus dem Ausland:
incoming@youthhostel.ch / www.youthhostel.ch/incoming

Schalter-Öffnungszeiten:

Montag bis Freitag: 08.00 - 17.00 Uhr

Telefonische Auskünfte:

Montag bis Freitag: 08.00 - 18.00 Uhr

Schweizer Jugendherbergen

Nachhaltigkeitsstrategie

Die Schweizer Jugendherbergen bekennen sich zur Nachhaltigkeit. Unter Nachhaltigkeit verstehen wir die Berücksichtigung sozialer und ethischer Anliegen als Ganzes, genauso wie den vernünftigen Umgang mit Ressourcen.

Mit unserer Nachhaltigkeitsstrategie wollen wir für die Schweizer Tourismusbranche eine Vorbildwirkung haben und andere dazu motivieren, diesen Weg ebenfalls zu wählen. Die Schweizer Jugendherbergen führen schweizweit 46 Betriebe und erzielen zusammen mit 7 Franchisebetrieben pro Jahr gut 950'000 Logiernächte.

Ökonomische Nachhaltigkeit

Die Schweizer Jugendherbergen bewegen sich auf einer Gratwanderung zwischen dem Erreichen der sozialen Ziele als Non-Profit-Organisation und einer überlebensnotwendigen Rentabilität. Wichtigster Gradmesser bleibt dabei die Nachfrage. In den letzten Jahren konnten die Anzahl Logiernächte auf fast eine Million gesteigert werden, dies trotz einer gleichzeitigen Reduktion der Anzahl der Betriebe und teilweise schwierigen wirtschaftlichen Bedingungen. Der Jahresumsatz liegt inzwischen bei über 44 Mio. Franken, der Cashflow bei fast 9 Mio. Franken. Auch die Mitgliederzahl bestätigt die kontinuierlich steigende Nachfrage. 2009 konnte die Schallmauer von 100’000 Mitgliedern erstmals durchbrochen werden. Eine gesunde Rentabilität ist die Basis für die kontinuierliche Erneuerung des Netzwerkes. Jährlich können so inzwischen rund 10 bis 15 Mio. Franken in Um- und Neubauten investiert werden.

Ökologische Nachhaltigkeit

Die Schweizer Jugendherbergen arbeiten mit einem umfassenden Umweltmanagement, welches die Ökologie beim Bau genauso berücksichtigt wie im Betrieb. Die höchsten Standards und die besten Labels dienen als Messlatte, ausgewiesene Partner als Gradmesser. Alle Jugendherbergen sind mittlerweile mit dem EU-Umweltzeichen und dem ibex fairstay Label zertifiziert. Ganze 9 Betriebe erhielten bei der letzten Zertifizierung durch ibex fairstay die begehrte Höchstbewertung „Platinum“. Des Weiteren erfüllen sechs Jugendherbergen den Minergie-Standard. Die im Frühjahr 2012 eröffnete Jugendherberge Interlaken und die im Sommer 2014 in Betrieb genommene Jugendherberge Gstaad Saanenland sind die ersten Schweizer Beherbergungsbetriebe, die nach dem höchsten ökologischen Standard, dem Minergie-P-Eco-Standard, erstellt wurden. Der spezifische CO2-Ausstoss für die Raumwärme wurde 2013 im Vergleich zum Jahr 2000 um 44,9 Prozent reduziert. Der mit der Energie-Agentur der Wirtschaft EnAW vereinbarte, verbindliche Sollwert für 2013 von 28,5 Prozent wurde somit wesentlich übertroffen. Durch eine flächendeckende Ausrüstung der Jugendherbergen mit Wassersparventilen konnte zudem der Wasserverbrauch pro Logiernacht auf 138 Liter gesenkt werden. Dies bedeutet eine Reduktion um knapp 18 Prozent gegenüber 1996, welche trotz gleichzeitig erhöhten Standards in den Nasszellen erreicht werden konnte. Energieverbrauch, der nicht vermieden werden kann, soll so weit wie möglich durch erneuerbare Energien gedeckt werden. So wird die gesamte Elektrizität mittels Schweizer Wasserkraft CO2-neutral bezogen, in fünf Jugendherbergen wird Strom mittels Photovoltaik produziert. Wärme kommt inzwischen in sechs Jugendherbergen von Holzheizungen, in zwei aus einer Wärmepumpe und in einer aus einem solaren Fernwärmenetz. 14 Jugendherbergen produzieren ihr Warmwasser mittels Sonnenkollektoren. Dazu kommen rund 58 Prozent der Gäste, die von der freiwilligen CO2-Kompensation Gebrauch machen – dies entspricht gut 2’400 Tonnen CO2.

Soziale Nachhaltigkeit

Ziel und Zweck der Jugendherbergen ist der Sozialtourismus, eine günstige Unterkunft für alle Leute mit kleinem Portemonnaie. Die Preise sind so gestaltet, dass die Dienstleistungen erschwinglich bleiben und dennoch gute Qualität und faire Löhne gewährleistet werden können. Seit 2008 verfolgen die Schweizer Jugendherbergen zudem den konsequenten Ausbau der Infrastruktur und des Angebotes an Dienstleistungen für Menschen mit Behinderungen. Der ideale Partner für dieses Projekt konnte 2013 mit der Stiftung Denk an mich gefunden werden. Die gemeinsame Projektpartnerschaft “Ferien – zugänglich für alle“ hat zum Ziel, das gesamte Schweizer Jugendherbergsangebot – von der Informationsbeschaffung im Internet bis hin zu den Betrieben – hindernisfrei zu gestalten. Zurzeit sind 23 Häuser für Personen mit Behinderungen geeignet. Weitere acht sind bedingt geeignet. Zurzeit sind Die Schweizer Jugendherbergen beschäftigen heute rund 540 Personen, die sich 293 Vollzeitstellen teilen. Die niedrige Fluktuationsrate – sie liegt bei 9.6 Prozent – widerspiegelt die positiven Ergebnisse der jährlichen Zufriedenheitsbefragungen bei den Mitarbeitenden. 94 Prozent beurteilen die persönliche Zufriedenheit als ausgezeichnet, sehr gut, gut oder neutral. Ein internes Weiterbildungsprogramm bietet allen Mitarbeitenden Entwicklungsmöglichkeiten. Pro Jahr nutzen gut 370 Kursteilnehmerinnen und -teilnehmer dieses Angebot. Eine externe Sozialberatungsstelle steht bei Bedarf allen Mitarbeitenden kostenlos zur Verfügung. Schliesslich vermittelt eine vergleichsweise sehr gesunde Pensionskasse Sicherheit für die Zukunft. Alle Mitarbeitenden, ehrenamtlichen Vorstandsmitglieder und Delegierten erhalten zur kostenlosen Benützung von Jugendherbergen für sich und ihre Familienangehörigen jährlich Übernachtungsgutscheine. Die Schweizer Jugendherbergen übernehmen ihre soziale Verantwortung aber nicht nur gegenüber Gästen und Mitarbeitenden. Die Berücksichtigung von regionalen und kulturellen Aspekten ist ebenso bedeutsam. Der Einkauf von regionalen Frischprodukten und Produkten mit dem Fairtrade-Gütesiegel der Max Havelaar-Stiftung ist genauso selbstverständlich wie die Pflege der historischen Bauten.