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Lesen Sie jetzt die Herbst-Ausgabe 2015 von unserer Mitgliederpublikation OVERNIGHT mit folgenden Themen:

Räuchereiche statt Stroh

1990 wurde in Susauna im gleichnamigen Oberengadiner Seitental die letzte "Stroh-Jugi" geschlossen. Eine Jugendherberge der alten Schule; die Leiterin war damals 82-jährig, als Stellvertreter amtete ihr 75 Jahre alter Bruder. Geschlafen wurde – die Bezeichnung sagt es – auf Stroh.

Eröffnet wurde das Haus 1924, im Gründungsjahr der Schweizer Jugendherbergen. So archaisch ein solcher Betrieb heute auch scheint – auf dem Weg zur modernen Jugendherberge hatte er durchaus seine Bedeutung. Aber man braucht sich nicht an längst geschlossene Häuser zu erinnern, um zu erkennen, dass die Geschichte der Jugendherbergen ihre Gegenwart massgeblich prägt.

Bis heute sehen keine zwei Häuser gleich aus. Das ist einerseits der Geschichte zu verdanken – 13 der 52 Jugendherbergen in der Schweiz befinden sich in historischen Gebäuden – und andererseits der Überzeugung, dass das Individuelle und Regionaltypische für den Gast attraktiver ist als das standardisierte Überall-Gleiche.

Unverändert geblieben ist jedoch die Grundidee einer einfachen und preiswerten Unterkunft. Einer Strohallergie wegen muss heute niemand auf die Übernachtung in einer Jugendherberge verzichten. Einfachheit definiert sich heute nicht mehr über Entbehrung, sondern vielmehr über bewusste Reduktion. In Jugendherbergen gibt es schlicht nichts, was es nicht braucht. Was aber da ist, ist von hoher Funktionalität oder ausgesuchter Qualität – oder eine Kombination aus beidem. Die Schlafstätten sind funktional, die Gemeinschaftsräume sind grosszügig und laden zu Begegnungen ein. Heute genauso wie zwischen 1924 und 1990 in Susauna.

Copyright: Basel Tourismus

Bild 1: Schweizer Jugendherbergen, Bild 2: © Basel Tourismus

Auf nach Basel

Basel wäre ohne den Rhein, wie Luzern ohne den Pilatus: unvorstellbar. Es ist dann auch der Fluss, den Tobias Wettstein, Betriebsleiter der Jugendherberge Basel, an seiner Stadt besonders liebt. "An den letzten warmen Tagen gibt es nichts Schöneres, als ins Wasser zu springen und sich von der Strömung treiben zu lassen", sagt er. Ein Genuss, in den auch seine Gäste kommen. Die Jugendherberge liegt inmitten des St. Alban-Quartiers, nur wenige Schritte vom Rhein und der Fähre nach Kleinbasel entfernt.

Nicht nur die Lage, sondern auch die Atmosphäre des Hauses überzeugt. Es vereint historische Beständigkeit – früher war das Gebäude eine Seidenfabrik – und moderne Architektur. "Deshalb sind auch Architektur- und Designstudenten gerne bei uns zu Gast", sagt Wettstein. Sie seien jeweils von den Zimmern mit den bodenlangen Fenstern und den Designklassikern von Jean Prouvé in der grosszügigen Lobby begeistert. Dass sich der Gast in Jugendherbergen allgemein und in seinem Haus besonders, nicht mehr nur übers Portemonnaie definiert, merkt der Basler jeweils während den Messen. Dann mischen sich Kunstsammler, Uhrenprofis und Bauspezialisten unter das Publikum und auch sie sind vom modernen Hostel angetan.

Im Spätherbst lockt nicht mehr der Rhein, sondern die Herbstmesse. Seit über 500 Jahren verwandelt sich ganz Basel am letzten Samstag im Oktober für zwei Wochen in den grössten Jahrmarkt der Schweiz – "s’isch Mäss". Mit wilden Bahnen, bunten Ständen und dem traditionellen Tonwaren-Markt Häfelimärt. Besonders schön ist die Stimmung nach Einbruch der Dunkelheit, wenn das Riesenrad in allen Neon-Farben erstrahlt. "Wer in Basel ein Bett auf sicher hat, kann den Abend an der Messe besonders gut geniessen. In der Jugendherberge sind aktuell noch Zimmer frei", schmunzelt Wettstein.

Informationen & Buchung
Jugendherberge Basel
St. Alban-Kirchrain 10
4052 Basel
Tel. +41 61 272 05 72
basel@youthhostel.ch
www.youthhostel.ch/basel

Gewinnen Sie ein Wochenende in Basel mit Musical-Besuch und Übernachtung in der Jugendherberge. Zum Wettbewerb

Tipps von Sonja Kaufmann, Mitarbeiterin Hauswirtschaft der Jugendherberge Basel

"Mein Lieblingslokal ist das Restaurant Hirscheneck oder, wie es die Basler nennen, 'das Hirschi'. Es ist eine Genossenschaftsbeiz in Kleinbasel und der perfekte Ort, um am Abend ein Bier zu trinken. Am dritten Donnerstag im Monat lohnt sich ein Besuch jeweils besonders. Dann spielen im Konzertkeller an einem Abend drei Bands nacheinander. So ist meist für meine Freunde und mich etwas dabei."

Informationen & Reservation
Restaurant Hirscheneck
Lindenberg 23
4058 Basel
Tel. +41 61 692 73 33
www.hirscheneck.ch

"Eine weniger bekannte Alternative zum Basler Zolli ist der Tierpark Lange Erlen. Er hat das ganze Jahr geöffnet und der Eintritt ist gratis. Zu sehen gibt es einheimische Wildtiere – zum Beispiel Luchse, Rothirsche oder Wildkaninchen –, spezielle Nutztiere und auch einige Exoten. Am liebsten mag ich die Kapuzineraffen. Da diese nicht länger als einige Minuten stillsitzen können, ist bei ihnen immer etwas los."

Informationen & Adresse
Tierpark Lange Erlen
Erlenparkweg 110
4058 Basel
www.erlen-verein.ch

Zu Besuch aus Argentinien

Nicolas Miranda (36) ist Programmierer und kommt aus Buenos Aires, der Hauptstadt Argentiniens. Als ihn OVERNIGHT Ende Juni in der Jugendherberge Zürich zum Interview trifft, befindet er sich auf einer knapp dreiwöchigen Europareise. Auf seinem Programm stehen die grossen Metropolen: Berlin, Prag, Rom und Zürich. In der Schweiz verbringt er drei Tage.

Wieso haben Sie sich für die Schweiz entschieden?
Zürich ist eine der wichtigsten Städte der Welt. Für mich war klar, dass ich sie, wenn ich schon in Europa bin, unbedingt besuchen will. Zudem faszinierte mich die Vorstellung, dass in der Schweiz alles so geregelt abläuft. Buenos Aires ist eine grossartige Stadt, aber eben auch sehr chaotisch. Zürich ist in dieser Beziehung genau das Gegenteil.

Was war der Höhepunkt Ihres Aufenthalts in der Schweiz?
Am besten gefiel mir der Ausflug auf den Uetliberg. Das Panorama vom Aussichtsturm über Zürich, die Umgebung und den See ist schlicht beeindruckend. Vielleicht erlebe ich heute aber auch noch ein weiteres Highlight. Denn am Nachmittag fahre ich zum ersten Mal in die Schweizer Berge.

Welchen Ort sollten Schweizer, die nach Argentinien reisen, unbedingt besuchen?
Schweizern würde ich nicht Patagonien – Gletscher und Berge habt ihr ja auch in eurem eigenen Land –, sondern den Norden Argentiniens empfehlen. Besonders Salta ist einen Besuch wert. Der Ort liegt an den Ausläufern der Anden und hat eine wunderschöne Altstadt mit Häusern aus der Kolonialzeit. Und es gibt dort im "Patio de las Empanadas" die besten gefüllten Teigtaschen des ganzen Landes.

Argentinien vs. Schweiz

  • Preis für einen Big Mac in USD: 3.25 vs. 7.54
  • Grösste Stadt: 2,89 Mio. Einwohner (Buenos Aires) vs. 404’783 Einwohner (Zürich)
  • Höchster Berg: 6’962 m ü. M. (Cerro Aconcagua, Provinz Mendoza) vs. 4’634 m ü. M. (Dufourspitze, Kanton Wallis)

Eine Jugendherberge hinter Gittern

An der australischen Westküste kann man, ohne etwas verbrochen zu haben und vor allem ohne auf Komfort zu verzichten, hinter Gittern übernachten. Im Mai dieses Jahres eröffnete im ehemaligen und einst berüchtigten Gefängnis von Fremantle eine Jugendherberge. Mehr

Gewinnen Sie ein Wochenende in Basel mit Musical-Besuch

Lassen Sie sich vom Musical-Märchen "Disney Die Schöne und das Biest" verzaubern. Wir verlosen für unsere Jahresmitglieder drei Mal zwei Tickets für die Show am Samstagnachmittag, 28. November 2015, im Musical Theater Basel. Die Gewinnerinnen und Gewinner übernachten von Samstag auf Sonntag zudem kostenlos im Doppelzimmer in der im OVERNIGHT vorgestellten Jugendherberge Basel.

Teilnahmeschluss war der 16. Oktober 2015

Wir suchen Ihr schönstes Herbsterlebnis

Eine Wanderung durch rote Rebberge, die letzten Schwimmzüge im See oder der Genuss der ersten Marroni: Schicken Sie uns ein Foto Ihres schönsten Herbsterlebnisses während Ihres Aufenthalts in einer Jugendherberge. Die drei besten Bilder drucken wir im nächsten OVERNIGHT ab. Jetzt Foto hochladen