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Weiteres Rekordjahr für die Schweizer Jugendherbergen Jan 07, 2008

Der Gesamtumsatz konnte im Vergleich zum Vorjahr erneut um 4 Mio. Franken auf 36.12 Mio. Franken erhöht werden, was wiederum einem Rekordergebnis entspricht. Die Schweizer Jugendherbergen durchbrachen erstmals in ihrer Geschichte die 900'000 Schallmauer mit Logiernächten. Mit 919’052 Übernachtungen in allen 59 Betrieben (inkl. Franchisebetriebe) und 727'236 in den eigenen 47 Betrieben gelang ein sehr gutes Resultat. Die Gesamtsteigerung entspricht 4.3%. Mit den eigenen Herbergen konnte gar ein Zuwachs von 10.6% gegenüber dem Vorjahr erreicht werden. Die Zunahme bei Umsatz und Logiernächten erklärt sich zum einen durch die Übernahme des Franchisebetriebes Bern, zum anderen durch Angebotsanpassungen mit Neu- und Umbauten sowie steigender Nachfrage. Auch bei den Mitgliedern konnte der Verein Schweizer Jugendherbergen im Jahr 2007 weiter zulegen. Total 91’498 Personen rund 4’200 oder 4.8% mehr als im 2006 nutzen die attraktive Mitgliedschaft der Non-Profit-Organisation.

Die Betriebe im Berner Oberland stagnierten auf Grund der ungünstigen Schneeverhältnisse im letzten Winter sowie dem wettermässig durchzogenen Sommer. Die französische Schweiz konnte überdurchschnittlich zulegen. Das Mittelland sowie die Städte erlebten ein starkes Jahr. Im Mittelland ist dies auf die Popularität von Velo- und Wanderreisen sowie auf die vielen Gruppen zurückzuführen. Die Städte konnten von erhöhter Nachfrage aus dem Ausland profitieren. Die Häuser in den bekannten Destinationen in Graubünden stagnierten auf hohem Niveau. Die meisten Gäste stammen aus der Schweiz (über 50%) gefolgt von Deutschland (ca. 15%). Die Altersstruktur ist stark durchmischt: 20 Prozent der Gäste sind allein reisende Jugendliche, weitere 20 Prozent Gruppen und Schulen. 40 Prozent sind Einzelreisende im Alter zwischen 25 und 45 und 20 Prozent sind über 45-jährig.

Wahrzeichen Jugendherberge Scuol

In Scuol wird am 11. Januar 2008 die offizielle Eröffnung der neuen Minergie-Eco-Jugendherberge erfolgen. Seit dem 15. Dezember 2007 steht das Haus nach der kurzen Bauzeit von neun Monaten mit 160 Betten den Gästen zur Verfügung. Über Weihnachten/Neujahr war die neue Jugendherberge ausgebucht. Das neue Wahrzeichen von Scuol - direkt beim Bahnhof und neben der Bergbahn gelegen – ist seit langem die erste Jugendherberge, die „auf der grünen Wiese“ gebaut wurde. Das moderne Haus mit vielen Elementen der Engadiner Baukunst begeistert Fachleute, Einheimische sowie Gäste gleichermassen.
Zusätzlich konnten die Umbauten in den Jugendherbergen Stein am Rhein, Beinwil und Locarno abgeschlossen werden. Diese Häuser haben neue Sanitäranlagen erhalten. Auch die seit einem Jahr wiedereröffnete Jugendherberge Valbella ist sehr gut gestartet und hat alle Erwartungen übertroffen.

Auszeichnungen für Nachhaltigkeit und Historie

Die Fokussierung auf die nachhaltige Betriebsführung wurde auch im 2007 weitergeführt. Weitere Betriebe erhielten das EU-Umweltlabel sowie das Steinbocklabel. Als Wertschätzung für die bereits seit Jahren verfolgte Nachhaltigkeitsstrategie durften die Schweizer Jugendherbergen den Milestone Tourismuspreis in Empfang nehmen. Diese wertvolle Auszeichnung würdigt die Investitionen im Bereich der Minergie Bauwei-se, die Verpflichtung zur Erlangung des EU-Umweltlabels sowie des Steinbock-Labels für das gesamte Netzwerk der Schweizer Jugendherbergen, die Zusammenarbeit mit der WWF Climate Group sowie die im Beherbergungsbereich innovative CO2 Kompensation der Übernachtungen durch die Stiftung myclimate.
Das Projekt „historische Jugendherbergen“ und die Jugendherberge Zürich im Besonderen erhielten einen Spezialpreis im Wettbewerb „das historische Hotel des Jahres 2008“. Die Jury zeichnete die Non-Profit-Organisation für „einen bewussten und gelungenen Umbau eines Baus aus den 1960er Jahren und für eine hervorragende Unternehmensphilosophie im Bereich des Sozialtourismus“ aus. Zusätzlich kann ab Frühjahr in zwölf Jugendherbergen die Geschichte des jeweiligen Hauses auf einer Infotafel nachgelesen werden.

Weiterhin auf Wachstumskurs

Die Schweizer Jugendherbergen möchten im 2008 einen Gesamtumsatz von 37.3 Mio. Franken erreichen. Die nachhaltige Wachstumsstrategie wird konsequent weitergeführt. Weitere Betriebe sollen das EU Umweltlabel sowie Steinbocklabel erlangen. Bereits steht die Nomination für den renommierten „Hans E. Moppert-Preis“ fest. Ende Januar 2008 findet in Basel die Endausscheidung unter den drei verbliebenen nominierten Organisationen/Projekten statt. Fredi Gmür, Geschäftsleiter der Schweizer Jugendherbergen, meint zu den hochgesteckten Zielen: „Trotz der Auszeichnung mit dem Schweizer Tourismuspreis Milestone sowie den vielen anderen positiven Zeichen gibt es kein Ausruhen auf den Lorbeeren. Die Einführung des EU-Umwelt- und Steinbocklabels sowie das angestrebte Wachstum erfordern auch in den nächsten Jah-ren viel Arbeit und Durchhaltewille.“

Weitere Informationen:

Schweizer Jugendherbergen
Schaffhauserstrasse 14, Postfach
CH-8042 Zürich

Tobias Thut, Mediensprecher
Tel: +41 44 360 14 51
t.thut@youthhostel.ch