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Schweizer Jugendherbergen weiter auf dem Weg der Erneuerung May 25, 2016

Eine gesunde Finanzlage und eine weitreichende Reaktion auf die aktuelle Marktsituation ermöglichen es den Schweizer Jugendherbergen, an ihrer Nachhaltigkeitsstrategie festzuhalten und die Erneuerung ihres Netzwerks weiter voranzutreiben: Der Umbau der Jugendherberge Bern und drei neue Betriebe in Burgdorf, Luzern und Schaan-Vaduz befinden sich in Planung. Heute erschien der Geschäftsbericht 2015 zur nachhaltigen Entwicklung der Non-Profit-Organisation.

Die Aufhebung des Euro-Mindestkurses zu Beginn des vergangenen Jahres hat die Schweizer Wirtschaftssituation drastisch verändert. Alle exportorientierten Branchen, darunter der Tourismus und so auch die Schweizer Jugendherbergen (SJH), beeinflusste der Entscheid der Schweizer Nationalbank massgebend. Dank getroffener Sofortmassnahmen auf allen Stufen, die im Einklang mit der strategischen Ausrichtung stehen, sowie einer gesunden Finanzlage kann die Non-Profit-Organisation ihren Weg der Erneuerung aber konsequent weiterverfolgen und an ihrer Netzwerk- und Nachhaltigkeitsstrategie festhalten. Für ihre Rolle als Pionier im nachhaltigen Bauen und Betreiben von Jugendherbergen wurde sie in den vergangenen Monaten gleich mit mehreren Preisen, unter anderem einem Sonderpreis der Jury des Umweltpreises 2016 und dem Watt d’Or 2015 des Bundesamts für Energie, ausgezeichnet. Aktuell befinden sich weitere Projekte, wie der Umbau eines älteren Hauses und die Inbetriebnahme von drei neuen Jugendherbergen, in Planung.

Jugendherberge Bern wird hauptstadtwürdig

In Bern erfolgt im Spätherbst dieses Jahres der Spatenstich für den Umbau der Hauptstadt-Jugendherberge. Nach deren umfassender Sanierung und Erweiterung wird sie sich nahtlos in die Kategorie der "Top"-Jugendherbergen einfügen. Mit rund 180 Betten in Doppel- bis Sechserzimmern, die teils über eigene Nasszellen verfügen, wird der Betrieb für den guten einfachen Komfort sorgen, für welchen die SJH stehen. Die Eröffnung ist im Frühling 2018 vorgesehen.

Drei neue Jugendherbergen in Burgdorf, Luzern und Schaan-Vaduz

Gleichzeitig befindet sich eine Jugendherberge im Schloss Burgdorf in Planung. Diese ist Teil eines Gesamtkonzepts der Stadt zur Öffnung ihres Wahrzeichens für Besucherinnen und Besucher. Neben der Jugendherberge mit rund 120 Betten sind ein Gastronomiebetrieb, Seminar- sowie Tagungsräumlichkeiten, der Einzug des Standesamts und eine Weiterentwicklung der bestehenden Museen geplant. 2015 wurden die intensiven Bemühungen zur Finanzierung erfolgreich abgeschlossen; dieses Jahr findet die Detailplanung statt.

Das jüngste Projekt der SJH basiert auf der Zusammenarbeit mit dem Verkehrshaus der Schweiz in Luzern. Geplant sind die Sanierung, Erweiterung und Umnutzung zum Beherbergungsbetrieb des in den 60er-Jahren erbauten Büro-Hochhauses auf dem Areal des Erlebnisorts. Beide Partner profitieren von diesem Gemeinschaftsprojekt, da aufgrund der Überschneidung ihrer Zielgruppen im Bereich der Schulen, Gruppen sowie Familien Synergie- und Skaleneffekten entstehen. Aktuell wird ein Vorprojekt erarbeitet, welches eine Jugendherberge der "Top"-Klasse mit 200 bis 250 Betten vorsieht.

Auch die Jugendherberge Schaan-Vaduz (Fürstentum Liechtenstein) wird komplett erneuert. Am bestehenden Standort planen die Gemeinden Schaan und Vaduz in Zusammenarbeit mit den Schweizer Jugendherbergen einen Neubau mit rund 140 Betten. Die neue Herberge wird den hohen Erwartungen an Komfort und Privatsphäre entsprechen und ebenfalls der "Top"-Kategorie angehören. Das Vorprojekt ist bereits fertig gestellt und geht in der zweiten Jahreshälfte 2016 in die nächste Phase.

Geschäftsbericht 2015 ab heute verfügbar

Im heute erschienen Geschäftsbericht zur nachhaltigen Entwicklung der SJH sind die Geschäftszahlen sowie das Engagement des Vereins im Bereich der Nachhaltigkeit im vergangenen Jahr nachzulesen. Vor dem Hintergrund der schwierigen Rahmenbedingungen von 2015 ist es für die SJH erfreulich, dass ihnen die Schweizer Gäste die Treue hielten (+3,6% auf 64,9% der Gesamtlogiernächten) und zusätzliche Gäste aus den Fernmärkten gewonnen werden konnten. Ebenso übernachteten 2015 mehr Familien (+5,6 %, +7‘691 Logiernächte) in den Jugendherbergen und dank gezielter Massnahmen stieg zudem die Nachfrage bei den Schulen (+7,7 %, +9‘003 Logiernächte). Leider konnten diese positiven Entwicklungen die währungsbedingten Rückgänge aus dem Euroraum (-22,1 %, -31‘369 Logiernächte) nicht aufwiegen, so dass gegenüber dem Vorjahr in den SJH-eigenen Betrieben ein Logiernächterückgang von 4,7 % zu verzeichnen war. Im Bereich der ökologischen Nachhaltigkeit können die SJH für das vergangene Jahr sehr positive Zahlen ausweisen: Der spezifische CO2-Ausstoss für Raumwärme konnte im Vergleich zum Jahr 2000 um 58,5 % (Vorjahr 54,9 %) reduziert und der mit der EnAW vereinbarte Sollwert für 2015 von 25,1 Tonnen CO2 pro Quadratmeter mit 14,1 Tonnen wesentlich unterschritten werden. Die CO2-Kompensation der Gäste glänzt mit rund 57,6 % weiterhin auf sehr hohem Niveau.

Der Geschäftsbericht 2015 zur nachhaltigen Entwicklung der SJH ist ab heute online verfügbar.

Der Verein Schweizer Jugendherbergen betreibt ein Netzwerk von 52 Häusern (46 eigene und sechs Franchise-Betriebe), die vom romantischen Schloss über den städtischen Design-Betrieb bis zum Wellness-Hostel reichen. Im Fokus der Non-Profit-Organisation mit rund 100'000 Mitgliedern steht der qualitätsbewusste, nachhaltige und preisgünstige Jugend- und Familientourismus. In den eigenen Betrieben wurden 2015 mit 557 Mitarbeitenden rund 747‘000 Übernachtungen generiert.

Weitere Auskünfte erteilt:

  • Schweizer Jugendherbergen
    Fredi Gmür | CEO
    Schaffhauserstrasse 14 | Postfach
    8042 Zürich | Tel. +41 (0)79 610 41 30
    f.gmuer@youthhostel.ch

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