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Schweizer Jugendherbergen starten mit dem Um- und Neubau der Jugendherberge Bern Nov 15, 2016

Die Schweizer Jugendherbergen (SJH) beginnen heute Dienstag, 15. November 2016, ihr nächstes architektonisches Vorzeigeprojekt: den Um- und Neubau ihrer Jugendherberge in Bern. Der 1956 eröffnete Betrieb im Berner Marzili-Quartier wird umgebaut und erhält einen neuen, freistehenden Zimmertrakt. Die Wiedereröffnung ist für April 2018 geplant.

In dem 1956 fertiggestellten Bau des Architekten Peter Indermühle werden in den kommenden Monaten verschiedene bauliche Massnahmen umgesetzt, die Jugendherberge wird erweitert und umfassend renoviert. Damit tragen die SJH der Bedeutung des Standortes Bern in ihrem schweizweiten Netzwerk Rechnung. Die grösste Änderung ist ein Teilabbruch mit Neubau: Das angebaute ehemalige Jugendhaus wird rückgebaut und durch ein freistehendes, an den schlanken Haupttrakt angepasstes Gebäude ersetzt. Die bestehenden 26 Zimmer des denkmalgeschützten Gebäudes mit ihren insgesamt 94 Betten werden auf Basis der bestehenden Struktur neu organisiert und den neuen Standards angepasst. Nach der Renovation werden den Gästen im Altbau 20 Mehrbettzimmer, die Rezeption sowie der grosse Speisesaal mit Küche und mit angrenzenden Seminarräumen zur Verfügung stehen. Im Neubau werden 30 Zwei- und Vierbettzimmer mit eigener Dusche und WC die höheren Komfortansprüche bedienen. Insgesamt wird der Standard gehoben und der bisherige «Classic»-Betrieb wird nach den Bauarbeiten als Jugendherberge der «Top»-Kategorie wiedereröffnet. Für den Um- und Neubau zeichnet das Architekturbüro Aebi & Vincent Architekten verantwortlich.

Bern ist eine beliebte Destination sowohl bei Schweizer als auch internationalen Gästen. Fredi Gmür, CEO der SJH, sieht in der Jugendherberge ein grosses Potenzial für einen wegweisenden Herbergsbetrieb in der Landeshauptstadt. «Dieses Potenzial wird mit dem Um- und Neubau noch gesteigert: Wir erhöhen den Anteil kleinerer Zimmereinheiten, während die klassischen Mehrbettzimmer beibehalten werden. Dadurch wird der Zimmermix breiter und ist in Zukunft auf alle Gästesegmente gleichermassen ausgerichtet, von Einzelreisenden oder Paaren über Familien bis hin zu Gruppen und Schulen.»

Die Liegenschaft der Berner Jugendherberge war bisher im Besitz der Stadt Bern. Mit Beginn der Renovation wird sie nun im Baurecht der Schweizerischen Stiftung für Sozialtourismus (SSST) übertragen. Die SSST verwalten die Liegenschaften der SJH und ist damit auch in diesem Projekt Bauherr. «Wir legen bei diesem Bauprojekt grossen Wert darauf, die historische Substanz des Altbaus künftig mit dem modernen Ambiente des Neubaus zu verbinden», erklärt SSST-CEO René Dobler und ergänzt: «Ebenso wichtig ist uns aber auch, im Bereich Nachhaltigkeit und Ökologie höchste Standards zu erfüllen. So wird nach Minergie-Eco gebaut und das gesamte Gebäude wird hindernisfrei gestaltet. Es freut mich sehr, dass wir bei dem Um- und Neubau allen Ansprüchen gerecht werden.»

Die Jugendherberge Bern sowie das angrenzende Jugendhaus standen seit der Eröffnung 1956 gemeinsam unter der Leitung des Vereins Ferien und Freizeit Bern. In den Jahren 1989/90 wurde das Gebäude durch das Architekturbüro H. Gygax + Partner renoviert und umgebaut. Zudem wurden nach 1990 weitere Umbauarbeiten im Bereich Dach und Schlaftrakt vorgenommen. Per 1. Juli 2007 übernahmen die SJH den Betrieb der Berner Jugendherberge. Die SSST beauftragte im Jahr 2006 das Büro Bauart Architekten und Planer AG mit der Ausarbeitung einer Machbarkeitsstudie. Dabei wurden diverse Möglichkeiten der baulichen Veränderungen ausgelotet und zugleich die Grundlage für einen  Architekturwettbewerb geschaffen, den die Aebi & Vincent Architekten SIA AG mit ihrem Projekt «Eifach so, gäu Pesche» letztlich für sich entscheiden konnten. Genauso wird die Jugendherberge nun realisiert.

Eckdaten Jugendherberge Bern

  • Beginn Um-/Neubau: November 2016
  • Eröffnung: April 2018
  • Zimmerangebot vor dem Um-/Neubau: 9 Zweierzimmer, 9 Viererzimmer, 5 Fünferzimmer, 10 Sechserzimmer, 1 Zimmer mit 18 Betten, 1 Zimmer mit 20 Betten, (Dusche und WC jeweils auf der Etage)
  • Zimmerangebot nach Um-/Neubau: 15 Zweierzimmer mit Dusche/WC, 13 Viererzimmer mit Dusche/WC, 2 Viererfamilienzimmer mit Dusche/WC, 15 Viererzimmer mit Lavabo, 3 Sechserzimmer mit Lavabo, 2 Achterzimmer mit Lavabo

Der Verein Schweizer Jugendherbergen betreibt ein Netzwerk von 52 Häusern (46 eigene und sechs Franchise-Betriebe), die vom romantischen Schloss über den städtischen Design-Betrieb bis zum Wellness-Hostel reichen. Im Fokus der Non-Profit-Organisation mit rund 90'000 Mitgliedern steht der qualitätsbewusste, nachhaltige und preisgünstige Jugend- und Familientourismus. In den eigenen Betrieben wurden 2015 mit 557 Mitarbeitenden rund 747‘000 Übernachtungen generiert.

Weitere Auskünfte erteilt:

  • Schweizer Jugendherbergen
    Tanja Arnold | Mediensprecherin
    Schaffhauserstrasse 14 | Postfach
    8042 Zürich | Tel. +41 (0)44 360 14 65
    t.arnold@youthhostel.ch

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