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Schweizer Jugendherbergen praktizieren Nachhaltigkeit May 30, 2012

Jahresbericht 2011 ab sofort verfügbar

Für die Schweizer Jugendherbergen ist „nachhaltige Entwicklung“ mehr als ein Schlagwort. Sie ist vielmehr tragende Säule der Geschäftspolitik, wie dem Jahresbericht für 2011 zu entnehmen ist. Mit der konsequenten Umsetzung der Nachhaltigkeitsstrategie konnte der Umsatz trotz schwierigem wirtschaftlichen Umfeld leicht gesteigert werden.

Die Schweizer Jugendherbergen führten 2011 in der Schweiz insgesamt 54 Betriebe, davon neun Betriebe als Franchiser. Wegen der Frankenstärke und der aufziehenden Krise in der Eurozone hat sich das Preis-/Leistungsverhältnis für den Schweizer Tourismus deutlich verschlechtert. Trotzdem dürfen die Schweizer Jugendherbergen auf ein befriedigendes Berichtsjahr 2011 zurückblicken. Zwar verzeichneten sie einen leichten Rückgang um 1,1% auf 737'827 Logiernächte, konnten aber den Umsatz um 1% auf 41,5 Millionen Franken steigern. Das bereinigte Ergebnis wurde um fast 200’000 Franken auf rund 610'000 Franken verbessert. Damit stehen die Jugendherbergen vergleichsweise zu anderen Beherbergungsanbietern sehr zufriedenstellend da.

Neben dem sozialen Grundauftrag und der wirtschaftlichen Stabilität zeigen sich die Schweizer Jugendherbergen seit ihrer Gründung auch der Umwelt sehr verpflichtet. Ein umfassendes Nachhaltigkeits-Managementsystem bildet die Grundlage, dass bald alle eigenständig geführten Betriebe die höchsten Standards einhalten können und dafür mit dem EU-Umweltzeichen und dem IBEX-Fairstay-Label zertifiziert werden. Das EU-Label zeichnet Firmen aus, die Energie, Wasser und Abfallverbrauch reduzieren, IBEX bescheinigt eine nachhaltige Betriebsführung im Umweltmanagement und den Bereichen Betriebswirtschaft, Mitarbeiter und regionale Wertschöpfung.

Mit der Klimaerwärmung ist neben dem reinen Ressourcenverbrauch der CO2-Ausstoss in den Vordergrund gerückt. Mittels Einkauf von 100% Wasserkraft wird der CO2-Austoss für Elektrizität auf nahezu Null reduziert. Der grösste Energiefaktor ist aber die Wärme. Durch Verbesserungen an den Gebäudehüllen und an den Heizungen wird der Verbrauch kontinuierlich reduziert. Ein wesentlicher Teil der Energie wird für Warmwasser verbraucht. Mit einer Reduktion des durchschnittlichen Wasserverbrauchs auf 125 Liter pro Logiernacht ist dies im Vergleich zu Benchmarks der Hotellerie laut Jahresbericht „ein hervorragender Wert“. Seit dem Jahre 2000 wurden die spezifischen CO2-Emissionen um 37,6% gesenkt.

Da Reisen zwingend Mobilität bedeutet, ist die Anreise bei jedem Tourismusbetrieb ein wesentlicher Umweltfaktor. Auch wenn die Jugendherbergen die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln fördern, reicht dies noch nicht aus. Im Berichtsjahr wurde deshalb die Erarbeitung eines Mobilitätskonzepts gestartet. Erste Massnahmen sollen bereits im laufenden Jahr Erfolge zeitigen.

Die Bemühungen der Schweizer Jugendherbergen, über die Tourismusbranche hinaus als ein Vorbild für nachhaltiges Handeln und Wirtschaften wahrgenommen zu werden, ist im vergangenen Jahr honoriert worden. Von der Zürcher Kantonalbank erhielt die gemeinnützige Organisation den Nachhaltigkeitspreis für KMU, und in der Kategorie Persönlichkeiten/Institutionen wurde das „umfassende Umweltmanagement in Bau und Betrieb“ mit dem Schweizer Solarpreis ausgezeichnet. Für CEO Fredi Gmür sind die beiden Ehrungen „Verpflichtung, die Anstrengungen für ganzheitliches Denken und Handeln weiter zu verstärken“. Dazu passt auch, dass bereits 25 Schweizer Jugendherbergen für Rollstuhlfahrer geeignet oder bedingt geeignet sind und auch dieses Angebot für Handicapierte laufend ausgebaut wird.

Schwerpunkte des laufenden Jahres sind die anfangs Mai erfolgte Inbetriebnahme des Neubaus der Jugendherberge in Interlaken mit dem neuen Restaurant-Konzept 3a, die Eröffnung des Umbaus in Pontresina sowie die Projektentwicklung für Saanen, Saas-Fee und Figino.

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