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Schweizer Jugendherbergen natürlich – die Meilensteine May 06, 2008

Die Schweizer Jugendherbergen engagieren sich schon sehr lange und seit 1996 mit dem Programm energie2000 systematisch für ein umweltfreundliches Angebot.

Im Leitbild verankert

Das Anbieten von umweltfreundlichem Tourismus ist im Leitbild der Schweizer Jugendherbergen verankert. Damit die Anstrengungen im Umweltbereich auch nachhaltig, effizient und nachweislich erfolgen, wird mit ausgewiesenen Partnern aus den Bereichen Umwelt und Energie zusammengearbeitet.

Energie2000 - EnAW

Die Schweizer Jugendherbergen gehörten der ersten Gruppe von 45 Schweizer Unternehmen an, die mit der EnAW (Energieagentur der Wirtschaft) eine Zielvereinbarung abgeschlossen haben. Diese beinhaltet, dass der Energieverbrauch bis ins Jahr 2010 um 8.5% gegenüber dem Jahr 2000 sinken muss. Als Erfolg kann die Befreiung von der CO2-Abgabe gewertet werden, die im Frühjahr erfolgte. Die konsequente Umsetzung der Vereinbarung hatte den Schweizer Jugendherbergen innerhalb von fünf Jahren eine Energie-Effizienzsteigerung von über 10% gebracht. Die Zwischenbilanz zeigt, dass die Ziele sogar übererfüllt sind.

Minergie Bauweise

Minergie ist ein Qualitätslabel für Neubauten und sanierte Altbauten. Minergiezertifizierte Bauten weisen gegenüber konventionellen Bauten einen wesentlich geringeren Energieverbrauch auf. Die Bauweise wird von den Schweizer Jugendherbergen bei Neubauten und umfassenden Umbauten angewandt. Ein erster Meilenstein war die Eröffnung der Minergie Jugendherberge in Zermatt im Januar 2004. Ende 2006 folgte die umfassend sanierte Jugendherberge Valbella im Minergie-Eco-Standard. Im Dezember 2007 eröffnete in Scuol die neue Jugendherberge, die gemäss denselben ökologischen Standards erstellt wurde.

Kooperation mit WWF

Coop, Migros, Swisscom, Ikea, Zürcher Kantonalbank, eine grosse Zürcher Wohngenossenschaft und die Schweizer Jugendherbergen bilden die WWF-Climate Group, die einen Beitrag zum Klimaschutz leisten will. Die Climate-Group verpflichtet sich, mit Betrieb und Produkten möglichst geringe CO2-Emissionen zu verursachen. Für die Schweizer Jugendherbergen bedeutet dies u.a., dass beim Einkauf von Haushaltgeräten, Lampen und Leuchten sowie EDV grösstenteils Topten-Produkte (topten.ch) eingesetzt werden.

Auszeichnungen im Bereich Umwelt

Als Anerkennung im Bereich der Nachhaltigkeit kann der Milestone 2007 für die Nachhaltigkeitsstrategie der Schweizer Jugendherbergen gewertet werden. So meinte dann auch Guglielmo Brentel, Präsident hotelleriesuisse in seiner Laudatio: „Ich bin überzeugt, dass wir uns im Tourismus mit dem Megatrend Ökologie auch in Zukunft immer öfter und häufiger auseinandersetzen werden. Machen wir das wie die Leute von SJH: mit Lust, viel Leidenschaft und hoher Professionalität!“.
Im Januar erhielt die Jugendherberge Scuol den 3. Preis des Hans E. Moppert-Preises, der für „Nachhaltigkeit im Alpentourismus“ steht. Den Ausschlag für die Auszeichnung gab die starke lokale Verankerung bereits in der Projektphase sowie die Minergie-Eco-Bauweise des Gebäudes.

Weitere Sparmassnahmen

Mit diesen vielfältigen Massnahmen ist aber noch nicht alles abgedeckt, was die Schweizer Jugendherbergen ökologisch auszeichnet. Auf den Dächern von einigen Häusern sind Solaranlagen installiert, welche mit reiner Sonnenenergie Warmwasser produzieren. Der Wasserverbrauch kann dank dem flächendeckenden Einsatz von wassersparenden Duschbrausen zusätzlich niedrig gehalten werden. Mit neuen Wäschetumblern, welche dank Wärmepumpe eine viel höhere Engergieeffizienz aufweisen, sind ebenfalls einige Jugendherbergen ausgerüstet.

Mit dem nachhaltigen Tourismusangebot spielen die Schweizer Jugendherbergen eine Pionierrolle. Die vielfältigen Aktivitäten beweisen, dass auch mit beschränkten finanziellen Mitteln einer Non-Profit-Organisation viel bewegt werden kann.

Weitere Informationen:

Schweizer Jugendherbergen
Schaffhauserstrasse 14, Postfach
CH-8042 Zürich

Tobias Thut, Mediensprecher
Tel: +41 44 360 14 51
t.thut@youthhostel.ch