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Schweizer Jugendherbergen mit weiteren „Böcken“ May 12, 2009

Die Schweizer Jugendherbergen engagieren sich schon sehr lange systematisch für ein umweltfreundliches Angebot. Das Ziel der nachhaltigen Unternehmensführung ist seit 1993 im Leitbild verankert und wird seither kontinuierlich umgesetzt. Die Zielsetzung bis 2011 alle Jugendherbergen mit dem EU-Umwelt- und Steinbocklabel zu zertifizieren, ist die logische, konsequente Umsetzung des Leitbildes. Heute sind bereits 17 Jugendherbergen mit den Labeln ausgezeichnet. Zwei weitere folgen in den nächsten Tagen. Im Umweltschutz konnten die Schweizer Jugendherbergen in der Vergangenheit einige Meilensteine setzen.

Strategie macht die Massnahmen ganzheitlich

Als Meilenstein gilt die Eröffnung der Minergie-Jugendherberge in Zermatt im Jahr 2003. Im Sommer 2006 folgte die Sanierung und Erneuerung in Valbella nach MinergieEco-Standard. Ende 2007 eröffnete in Scuol die neue Jugendherberge, die ebenfalls gemäss MinergieEco erstellt wurde.

Seit der Wintersaison 2007/08 können sich die Gäste der Jugendherbergen aktiv für den Klimaschutz einsetzen. In Zusammenarbeit mit der international tätigen Schweizer Klimaschutzorganisation myclimate kompensieren die Gäste ihre Übernachtungen sowie die Anreise direkt. Die Kompensation beträgt dank den zahlreich umgesetzten Umweltmassnahmen CHF 0.60 pro Logiernacht. Bereits kompensieren 60% aller Gäste freiwillig die CO2 Emission. Mit den Kompensationsbeiträgen wird einerseits ein Projekt für Solarkocher in Madagascar und andererseits spezifische Massnahmen bei den Jugendherbergen unterstützt.

Seit dem Programm Energie2000 reduzieren die Schweizer Jugendherbergen systematisch ihren Energieverbrauch. Inzwischen liegt der durchschnittliche Heizenergieverbrauch pro m2 bereits 29% unter dem Niveau des Jahres 2000. Damit übertrifft die Organisation die Zielwerte des Bundes bei weitem und ist deshalb von der CO2-Abgabe befreit. Die Übererfüllung verkauft die Non-Profit-Organisation an die Stiftung Klimarappen.

Als bisher letzter Meilenstein haben die Schweizer Jugendherbergen Max Havelaar Fairtrade Produkte in das Verpflegungssortiment aufgenommen. So tragen Kaffee, Zucker, Tee, Reis und Orangensaft das Gütesiegel für fairen Handel. Die Mengen sprechen für sich:

  • Kaffee (5300 Kilo pro Jahr)
  • Orangensaft (105'000 Liter pro Jahr)
  • Reis (4400 Kilo pro Jahr)
  • Zucker (4000 Kilo pro Jahr)
  • Tee (104’000 Beutel pro Jahr)

EU-Umwelt- und Steinbocklabel schliessen den Kreis

Als Pioniere im Schweizer Tourismus gelten die Schweizer Jugendherbergen mit dem EU-Umwelt- und Steinbocklabel für Beherbergungsbetriebe. Bis 2011 sind alle 57 Schweizer Jugendherbergen zertifiziert.

Das EU-Umweltzeichen bescheinigt, dass der ausgezeichnete Betrieb Energie, Wasser und Abfallverbrauch reduziert und umweltfreundliche Stoffe verwendet sowie umweltgerechte Waren einkauft. 2006 konnte die Jugendherberge Baden als Pilotbetrieb für die Einführung des EU-Umweltzeichens in der Schweiz das Zertifikat in Empfang nehmen. Im Moment stehen die Schweizer Jugendherbergen bei 17 Betrieben mit Zertifikat. Ende Jahr sollen es dann voraussichtlich 35 sein.

Auch das Steinbocklabel, das sich jenseits von Sternen und Punkten positioniert, ist heute aktueller denn je. Mit dem Steinbock-Label zertifizierte Unternehmen überzeugen durch überdurchschnittliche Leistungen im Bereich Wirtschaftlichkeit, Umweltmanagement, regionale Wert¬schöpfung und Kultur sowie soziale Qualität.

Das EU-Umwelt- und Steinbocklabel ergänzt sich für die Schweizer Jugendherbergen ideal. Während das Eine mehr auf den nachhaltigen Umgang mit der Umwelt fokussiert, beinhaltet das Andere eine gesamtunternehmerische Philosophie, die Nachhaltigkeit in die Unternehmensstrategie integriert.

Weitere Informationen:

Schweizer Jugendherbergen
Schaffhauserstrasse 14, Postfach
CH-8042 Zürich

Tobias Thut, Mediensprecher
Tel: +41 44 360 14 51
t.thut@youthhostel.ch