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Schloss Burgdorf: Für die neue Nutzung des Schlosses wird das Projekt „Offenes Schloss“ weiter bearbeitet May 15, 2011

Mitte 2012 werden die Kantonsverwaltung und das Regionalgefängnis das Schloss Burgdorf verlassen. Der Gemeinderat der Stadt Burgdorf hat im Einvernehmen mit der Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion des Kantons Bern im Hinblick auf eine neue Nutzung des Schlosses beschlossen, das Projekt „Offenes Schloss“ des Ateliers G+S, Burgdorf und von Martin Sturm, Langnau, weiter bearbeiten zu lassen. In Zusammen-arbeit mit den Schweizer Jugendherbergen (SJH) soll in Zukunft ein Nutzungsmix aus Beherbergung, Gastronomie, Museum, Bildung und Events angeboten werden.

Im vergangenen Herbst hat die Stadt Burgdorf in Zusammenarbeit mit der Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion des Kantons Bern im Rahmen des im Frühjahr 2010 ausgeschriebenen Evaluationsverfahrens drei interdisziplinäre Teams beauftragt, ihre im Bewerbungsverfahren vorgelegten Konzepte auszuarbeiten und deren Machbarkeit aufzuzeigen.
Die Ende Februar 2011 eingereichten drei Projektdossiers sind von den Projektorganen geprüft worden. Auf deren Antrag hat der Gemeinderat beschlossen, das Projekt „Offenes Schloss“ des Ateliers G+S, Architekten und Planer AG, Burgdorf, und von Martin Sturm, Architekt, Langnau, weiter bearbeiten zu lassen.

Das „Projekt Offenes Schloss“ will die einzigartige mittelalterliche Burganlage erhalten und der Öffentlichkeit wieder vollständig und ganzjährig zugänglich machen. Das Wahrzeichen von Burgdorf wird so seinen wichtigen Platz in Geschichte und Architektur des Kantons Bern und der Schweiz sowie der Region und Stadt Burgdorf besser nach aussen tragen können.

Vorgesehen ist ein Nutzungsmix aus:

  • Jugendherberge
  • Gastronomie
  • Museum
  • Bildung
  • Events (Trauungen usw.)

Als Partner für die Beherbergung und die Gastronomie konnten die Schweizer Jugendherbergen SJH, Zürich, gefunden werden, deren Businessplan von mehr als 9 000 Übernachtungen pro Jahr ausgeht. Das Schloss, das auch weiterhin ausschliesslich aus der Altstadt erreichbar sein wird, wird damit einen nicht unwesentlichen Beitrag zur Wiederbelebung der Altstadt leisten können. Erfahrungswerte der Jugendherbergen und Schätzungen lassen eine zusätzliche Wertschöpfung für die Altstadt, die Stadt und die Region Burgdorf von mehreren hunderttausend Franken pro Jahr erwarten.

Das Gastrokonzept will einerseits die Gäste der Jugendherberge ansprechen. Andererseits wird der Gast das Restaurant „Belvédère“ als eigenständiges, von der Beherbergung der Jugendherberge unabhängiges Restaurant wahrnehmen. Zum Zielpublikum gehören die Bevölkerung der Stadt und Region Burgdorf, Tagestouristen, Vereine, Familien, Schulen, Bankettveranstalter und Events aller Art.

Das heute bereits im Schloss untergebrachte Schlossmuseum mit dem Rittersaalverein und dem Helvetischen Goldmuseum bleibt bestehen. Museen mit einmaliger Sammlung, wie sie der Rittersaalverein besitzt, und attraktiven Wechselausstellungen sind Besuchermagnete. Mit Bildungs- und Eventangeboten wie z. B. szenischen Führungen für Gruppen, Workshops für Schulklassen und Erwachsene können weitere Besuchersegmente erschlossen werden. Seminarräume und das durch die Jugendherbergen bereitgestellte Beherbergungs- und Gastroangebot werden die Attraktivität des Schlossmuseums weiter steigern.

In der bis Herbst 2011 anstehenden Weiterbearbeitungsphase wird es darum gehen, das Projekt bis zur Realisierungsreife zu bringen, damit dem Regierungsrat des Kantons Bern der entsprechende Antrag gestellt werden kann.

Im Vordergrund stehen dabei die folgenden Arbeiten:

  • Ausarbeitung der Rechtsform der zukünftigen Trägerschaft des Schlosses
  • Finanzierungskonzept für die Investitionen und den Betrieb (Businessplan)
  • Festlegung des Raumbedarfs für das Museum und Erarbeitung des rechtlichen Verhältnisses zwischen der neuen Trägerschaft und dem Schlossmuseum
  • Erarbeitung der Nutzungsauflagen an die neue Trägerschaft (Denkmalpflege usw.)

Die Stadt ist überzeugt, mit diesem Projekt für das Schloss neue und für die Bevölkerung sowie den Tourismus attraktive Nutzungen einrichten zu können.

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