Skip to navigation Skip to content


Rekordjahr 2007 und hervorragender Winter 2008 für die Jugendherbergen Jun 18, 2008

Die Wintersaison 2008 war für die Schweizer Jugendherbergen mit einem Zuwachs von 11.3% gegenüber Vorjahr ausserordentlich. Bereits sind 266'543 Logiernächte erreicht. Massgeblich dazu beigetragen hat die neue Jugendherberge in Scuol. Aber auch ohne diese zusätzlichen Logiernächte beträgt der Zuwachs gegenüber Vorjahr rund 7% in den ersten vier Monaten des Jahres. Zulegen konnten alle Betriebe im gleichen Masse unabhängig ob Stadt, Land oder Berg – preiswerte Unterkünfte sind gefragt. Damit die Entwicklung weiterhin in die gleiche Richtung geht, investierten die Jugendherbergen in die Infrastruktur und setzen auf nachhaltige Betriebsführung.

Rekordjahr 2007

An der Delegiertenversammlung Anfang Juni in Scuol wurde das Geschäftsjahr 2007 abgeschlossen. Der Gesamtumsatz konnte im Vergleich zum Vorjahr erneut um über 4 Mio. Franken auf 36.29 Mio. Franken erhöht werden, was 12.8% Steigerung sowie wiederum einem Rekordergebnis entspricht. Die Schweizer Jugendherbergen durchbrachen nach dem absoluten Rekordjahr 1992 wiederum die 900'000 Schallmauer mit Logiernächten. Mit 919’052 Übernachtungen in allen 59 Betrieben (inkl. Franchisebetriebe) und 727'236 in den eigenen 47 Betrieben gelang ein sehr gutes Resultat. Die Gesamtsteigerung entspricht 4.3%. Mit den eigenen Herbergen konnte gar ein Zuwachs von 10.6% gegenüber dem Vorjahr erreicht werden. Die meisten Gäste stammten aus der Schweiz (über 50%) gefolgt von Deutschland (ca. 15%). Die Altersstruktur ist stark durchmischt: 20 Prozent der Gäste sind allein reisende Jugendliche, weitere 20 Prozent Gruppen und Schulen. 40 Prozent sind Einzelreisende im Alter zwischen 25 und 45 und 20 Prozent sind über 45-jährig.
Die Zunahme bei Umsatz und Logiernächten erklärt sich zum einen durch die Übernahme des Franchisebetriebes Bern, zum anderen durch Angebotsanpassungen mit Neu- und Umbauten sowie steigender Nachfrage. Auch bei den Mitgliedern konnte der Verein Schweizer Jugendherbergen im Jahr 2007 zulegen. Total 91’498 Personen - rund 4’200 oder 4.8% mehr als im 2006 - nutzen die attraktive Mitgliedschaft der Non-Profit-Organisation.

Nachhaltige Betriebsführung

Die Schweizer Jugendherbergen bekennen sich zu ihrer umwelt- und sozialgerechten Unternehmensphilosophie. Vor Wochenfrist wurde der erste Nachhaltigkeitsbericht der Organisation präsentiert, der Rechenschaft über die vielen Mosaiksteine abliefert. Im 2007 waren verschiedene ökologische Etappen bestimmend: 10 weitere Jugendherbergen erhielten das EU-Umweltlabel sowie das Steinbocklabel. Diese wertvollen Auszeichnungen würdigen die Investitionen im Bereich des Energiesparens, sorgfältigem Umgang mit den Ressourcen, der Minergie Bauweise sowie der nachhaltigen Betriebsführung. Im Weiteren engagieren sich die Schweizer Jugendherbergen in der WWF Climate Group sowie der im Beherbergungsbereich innovativen CO2 Kompensation der Über-nachtungen durch die Stiftung myclimate. Seit Dezember 2007 wurden bereits über 53'000 Übernachtungen mit 60 Rappen kompensiert. Ebenfalls durften die Schweizer Jugendherbergen den Tourismuspreis Milestone für ihre Nachhaltigkeitsstrategie in Empfang nehmen.
Die ökologische Nachhaltigkeit soll für die Organisation zu messbaren Resultaten führen. Die Schweizer Jugendherbergen haben sich im Rahmen der CO2-Abgabe-Befreiung gegenüber dem Bundesamt für Umwelt verpflichtet ihre spezifischen CO2-Emissionen aus der energetischen Nutzung fossiler Brennstoffe bis zum Jahr 2010 um 8.5% gegenüber dem Ausgangsjahr 2000 zu senken. Dieses Ziel kann momentan weit übertroffen werden. Der spezifische CO2-Ausstoss durch Raumwärme liegt heute bereits 20% unter dem Ausgangswert 2000.

Weiterhin auf Wachstumskurs

Die Schweizer Jugendherbergen möchten im 2008 einen Gesamtumsatz von 37.3 Mio. Franken erreichen. Die nachhaltige Wachstumsstrategie wird konsequent weitergeführt. Weitere Betriebe erlangen im laufenden Jahr das EU-Umwelt- sowie Steinbocklabel, so dass 2010 alle Schweizer Jugendherbergen zertifiziert sein werden.
Der Juni steht ganz im Zeichen der Fussballeuropameisterschaft. Die Schweizer Jugendherbergen waren gut vorbereitet und erfreuen sich grosser Nachfrage. Im Herbst 2008 startet der Umbau der Jugendherberge St. Alban in Basel. In rund 1 ½ Jahren wird ein innovativer Bau mit mehr und vor allem moderneren Übernachtungsmöglichkeiten entstehen.

Weitere Informationen:

Schweizer Jugendherbergen
Schaffhauserstrasse 14, Postfach
CH-8042 Zürich

Tobias Thut, Mediensprecher
Tel: +41 44 360 14 51
t.thut@youthhostel.ch