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Jugendherberge Bern soll hauptstadtwürdig werden Jan 30, 2014

Breit abgestützt ist das komplexe Vorhaben schon lange – der Berner Stadtrat hat sich bereits 2007 mit der Bestätigung der Projektgrundlagen positiv zum Umbau der lokalen Jugendherberge geäussert und damit den Weg für ein ambitioniertes Vorhaben frei gemacht. Nach einer intensiven Vorbereitungsphase wird dieses nun, nach Abschluss eines Architekturwettbewerbs, konkret und ein Projekt, das den Fortbestand der stark sanierungsbedürftigen Jugendherberge am Fuss des Bundehauses sichern wird, geht in die Planungs- und Bewilligungsphase.

„Das touristische Potential in unserem Segment ist in der Hauptstadt enorm“, sagt Fredi Gmür, CEO der Schweizer Jugendherbergen. „Heute entspricht unser Angebot hier allerdings nicht mehr den modernen Gästebedürfnissen.“ Das aktuelle Projekt läuft unter dem Titel „Umbau und Teilersatzneubau“. Dabei sollen im Kern das Raumangebot optimiert und der bauliche Zustand verbessert werden. René Dobler, CEO der Schweizerischen Stiftung für Sozialtourismus und damit Bauherr, erläutert: „Die grossen Schlafräume werden in kleinere Einheiten umgestaltet, damit das Haus wieder den heutige Bedürfnissen gerecht wird. Zudem wird der Ostflügel durch einen Neubau ersetzt; der attraktive Aussenraum wird erhalten und aufgewertet – zum Vorteil unserer Gäste, aber auch der lokalen Bevölkerung.“

Markus Lergier, Direktor von Bern Tourismus, sieht das Projekt ebenfalls positiv. „In einem nationalen Netzwerk von 53 Jugendherbergen muss der Betrieb in unserer Stadt ganz einfach mit zu den Top- Angeboten gehören, prägt die Unterkunft doch das Bild, das unzählige Gäste aus dem In- und Ausland von unserer Stadt mitnehmen“, hält er fest und ergänzt: „Die Jugendherberge rundet unser Beherbergungsangebot ab und ist für uns ein wichtiger Botschafter im preisgünstigen Segment.“

2007 hat sich der Stadtrat erstmals mit den Projektgrundlagen zum Umbau der Jugendherberge beschäftigt, beziehungsweise diese bestätigt. Der Berner Gemeinderat hat darauf die Abgabe im Baurecht und eine Teilfinanzierung beschlossen, welche der Stadtrat im Februar 2010 wiederum bestätigte. In einem diskursiven Verfahren erarbeitete die Bauherrschaft darauf in Zusammenarbeit mit allen betroffenen Ämtern die Grundlagen zum Architekturwettbewerb. Nach Abschluss des Wettbewerbs wird es nun konkret und das Siegerprojekt, das den Fortbestand der stark sanierungsbedürftigen Jugendherberge am Fuss des Bundehauses sichern wird, geht an den Start. Als Sieger aus dem Architekturwettbewerb, bei dem verschiedenste Rahmenbedingungen zu beachten waren (das aktuelle Gebäude ist von denkmalpflegerischer Bedeutung und umgeben von einer Schutzzone, es liegt am Rand des Marzili-Quartiers und nahe der Aare) ging die Lösung „Eifach so, gäu Pesche“ von Aebi & Vincent Bern hervor. Besonders überzeugt hat die neunköpfige Jury dabei die sensible Einbettung in den Kontext. Der Jurybericht des Architekturwettbewerbs hält fest: Die grosse Stärke des Projekts liegt in seiner Ausgewogenheit. Die Setzung des Neubaus ist klar und selbstverständlich, die Aussenräume haben grosse Qualitäten, das Altbauensemble erfährt eine guttuende Klärung und der neue Bettentrakt bewahrt einen gebührenden Abstand und erhält seine Erscheinung aus den Genen des bestehenden Hauptgebäudes. Der Gast erfährt im Bettentrakt die ganze Präsenz der näheren Umgebung und der Stadt.

Entsprechend ihrem Leitbild setzen die Schweizer Jugendherbergen auch in Bern nicht nur auf gute Architektur, sondern berücksichtigen auch ökologische Aspekte. Der projektierte Neubau soll im MINERGIE-P-ECO® Standard entstehen, das bestehende Gebäude energietechnisch auf den neusten Stand gebracht werden.

Nach den Sanierungsarbeiten wird die Berner Jugendherberge über 184 Betten verfügen; innerhalb des Schweizer Jugendherbergs-Netzwerks von aktuell 53 Betrieben wird sie sich nahtlos in die Kategorie TOP einreihen. Kleinere Zimmereinheiten mit zwei bis sechs Betten sowie Nasszellen in einigen Zimmern sollen nach Abschluss der Arbeiten für den guten einfachen Komfort sorgen, den Gäste aus aller Welt an den Schweizer Jugendherbergen schätzen.

Gäste bringen die Jugendherbergen dank „Hostelling International“, ihrem weltweiten Verband mit 4.5 Mio. Mitgliedern, quasi aus ihrem eigenen Netzwerk mit. Die Jugendherberge Bern erwartet nach dem Umbau Übernachtungen in der Grössenordnung von 38‘000 bis 40‘000 Logiernächten. Die nächsten Schritte sind die Überarbeitung des Siegerprojekts aus dem Architekturwettbewerb und anschliessend dessen Planungs- und Bewilligungsphase. Der Baubeginn ist voraussichtlich 2016 und die Eröffnung 2018 vorgesehen.

Alle Wettbewerbs-Projekte werden vom 30.01.-12.02.2014 in der Jugendherberge Bern an der Weihergasse 4 zur öffentlichen Besichtigung ausgestellt (täglich von 17.00 bis 20.00 Uhr).

Kennzahlen Umbau und Teilersatzneubau Jugendherberge Bern

  heute neu
Betrieb    

Bettenangebot

177

184

Öffnungstage

365

365

Logiernächte/Jahr

37'500 (2013)

38'000 - 40‘000

Auslastung

58% (2013)

58%

Anzahl Mitarbeitende (Jahresvollzeitstellen)

22 (12.5)

Gäste    
Jährliche Wertschöpfung ausserhalb der Jugendherberge

CHF 2.36 Mio.

CHF 2.52 Mio.

Herkunftsländer 2013

  • Schweiz: 49.9%
  • Deutschland: 10.9%
  • Spanien: 3%
  • Südkorea: 2.9%
  • UK, USA, Frankreich: je 2.8%

Beginn Bewilligungsphase: 2014
Baubeginn: 2016
Eröffnung: 2018

Weitere Auskünfte erteilen:

  • Schweizer Jugendherbergen
    Oliver Kerstholt, Mediensprecher
    Schaffhauserstrasse 14, Postfach, 8042 Zürich
    Tel.: +41 (0)44 360 14 51
    E-Mail: o.kerstholt@youthhostel.ch
     
  • Schweizerische Stiftung für Sozialtourismus (Bauherr)
    René Dobler, CEO
    Schaffhauserstrasse 14, Postfach
    8042 Zürich
    Tel.: 044 360 14 21
    E-Mail: r.dobler@youthhostel.ch

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