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Geschäftsbericht 2016: Schweizer Jugendherbergen passen sich neuer Marktsituation an und entwickeln Netzwerk weiter May 31, 2017

Für die Schweizer Jugendherbergen (SJH) war das vergangene Geschäftsjahr erneut herausfordernd. Die ergriffenen Massnahmen zeigen aber positive Wirkung. Das Netzwerk wird weiterentwickelt und die Buchungszahlen für die Sommersaison 2017 zeigen eine erfreuliche Tendenz. Heute veröffentlicht die Non-Profit-Organisation ihren Geschäftsbericht 2016.

Eine Marktsituation, die sich in der Geschwindigkeit und in der Reichweite verändert, wie es der Tourismus in der Schweiz erlebt, stellt Unternehmen und Organisationen vor grosse Herausforderungen. «Wir passen uns der neuen Marktsituation an und entwickeln unser Netzwerk kontinuierlich weiter. Im vergangenen Jahr haben wir unser Angebot insbesondere für Familien und Senioren noch attraktiver gestaltet», so erklärt Fredi Gmür, CEO der SJH, die Strategie. Der Buchungsstand für die Sommersaison 2017 gibt ihm recht, er liegt aktuell bei +5,76% gegenüber dem Vorjahr. Diese Entwicklung deutet darauf hin, dass die ergriffenen Massnahmen den erwünschten Aufschwung bringen. Dabei konnten die SJH ihren hohen Ansprüchen an Umweltverträglichkeit gerecht werden und wurden dafür auch 2016 wieder mehrfach ausgezeichnet: mit dem «Umweltpreis der Schweiz», mit dem «myclimate Award» und bei den Global Youth Travel Awards mit dem zweiten Platz im Bereich «Green Accomodation Initiative». Auch im sozialen Engagement machten die SJH keine Abstriche und waren 2016 an zwei Projekten beteiligt: Auf Sansibar eröffnete dank der fachlichen und finanziellen Unterstützung der SJH die erste Jugendherberge und in Kathmandu (Nepal) konnte die durch das Erdbeben zerstörte Jugendherberge mit Hilfe der SJH wieder aufgebaut werden.

Geschäftsbericht 2016 heute veröffentlicht

In dem Geschäftsbericht ziehen die SJH ein Resümee aus dem vergangen Geschäftsjahr und definieren ihre Ziele für 2017. Mit 723'951 Logiernächten in den eigengeführten Jugendherbergen erzielten die SJH 2016 einen Betriebsertrag von 46,03 Mio. Franken. Damit haben sie erneut einen leichten Rückgang zu verzeichnen (1,2% unter dem Vorjahresniveau). Zwar stieg die Zahl der Logiernächte von Schweizer Gästen um 0,7% an, gleichzeitig sanken aber jene der Gäste aus dem Euroraum deutlich (-10,7%) sowie jene von den Gästen aus Fernmärkten (Asien -10,2%, Australien -27,7%). Dabei bildeten Einzelreisende nach wie vor mit grossem Abstand das grösste Gästesegment (363'209 Logiernächte, 50,17%). Einen Grund für den Rückgang sehen die SJH noch immer in der Aufhebung der Stützmassnahmen des Euros vom 15. Januar 2015. Aber hinzu kommen auch die Schneeunsicherheit in den Bergen, ein verändertes Reise- und Buchungsverhalten, Angst vor Terrorattacken, Preisdumping in der Hotellerie und eine grössere Angebots- und Preistransparenz durch digitale Vertriebskanäle. Umso erfreulicher ist es, dass die SJH ihre ökologischen Ziele grösstenteils erreicht und teilweise sogar übertroffen haben. So konnten sie den spezifischen CO2 -Ausstoss für Raumwärme im Vergleich zum Jahr 2000 um 55% und den Wasserverbrach pro Logiernacht auf 138 Liter senken. Dank der freiwilligen CO2-Kompensation von 55,9% der Gäste wurde eine weitere Kompensation von rund 2'220 Tonnen CO2 erreicht.

Neue Familienpreise für Kinder und neue Mitgliederkategorie für Senioren

Im Herbst 2016 reduzierten die SJH die Familienpreise für Kinder drastisch. Damit trugen sie der Bedeutung von Familien Rechnung, die eine ihrer wichtigsten Zielgruppen sind. Familien zahlen seither für Kinder bis 1 Jahr nichts, für Kinder von 2 bis 5 Jahren pauschal CHF 15.– und für Kinder von 6 bis 12 Jahren pauschal CHF 25.– im Zimmer der Eltern. Der Preis ist unabhängig von der gewählten Zimmerkategorie und inklusive Frühstücksbuffet. Auch im Bereich Verpflegung wurden die Preise für Kinder angepasst. Bei einem 3-Gang-Abendessen zahlen Familien für Kinder von 2 bis 5 Jahren CHF 8.50 und für Kinder von 6 bis 12 Jahren CHF 14.50. Um die 3-Generationen-Gästestruktur zu unterstützen, haben die SJH zudem eine zusätzliche Mitgliederkategorie für Gäste ab dem Rentenalter eingeführt. Die Senioren zahlen einen vergünstigten Jahrestarif (CHF 22.– statt bisher CHF 33.–). Eine weitere Neuigkeit und ein zusätzliches «Zückerli» gibt es für Grosseltern: Sind sie SJH-Mitglieder und reisen mit dem Enkel, muss keine zusätzliche Mitgliedschaft mehr gelöst werden.

Erweiterung und Erneuerung des Netzwerks

Mit der neuen Jugendherberge in Crans-Montana schliessen die SJH eine langjährige Lücke im Französisch sprechenden Schweizer Alpenraum. Die Bauarbeiten am ehemaligen Hotel Bella Lui, einem denkmalgeschützten Gebäude, sind fast abgeschlossen. Am 16. Juni wird die neue Jugendherberge der «Top»-Kategorie mit 145 Betten eröffnet. Im November letzten Jahres wurde zudem mit dem Um- und Neubau der Jugendherberge Bern begonnen. Die Wiedereröffnung ist auf Ostern 2018 geplant. Weiter laufen die Planungsarbeiten für die Integration einer neuen Jugendherberge im Schloss Burgdorf und im Verkehrshaus Luzern, für einen Ersatzneubau der Jugendherberge Schaan-Vaduz (Fürstentum Liechtenstein) sowie für weitere Standorte im Welschland und im Kanton Graubünden.

Der Geschäftsbericht 2016 zur nachhaltigen Entwicklung der SJH ist ab heute online verfügbar.

Der Verein Schweizer Jugendherbergen betreibt ein Netzwerk von 52 Häusern (46 eigene und sechs Franchise-Betriebe), die vom romantischen Schloss über den städtischen Design-Betrieb bis zum Wellness-Hostel reichen. Im Fokus der Non-Profit-Organisation mit rund 83'000 Mitgliedern steht der qualitätsbewusste, nachhaltige und preisgünstige Jugend- und Familientourismus. In den eigenen Betrieben wurden 2016 mit 542 Mitarbeitenden rund 724'000 Übernachtungen generiert.

Weitere Auskünfte erteilt:

  • Schweizer Jugendherbergen
    Tanja Arnold | Mediensprecherin
    Schaffhauserstrasse 14 | Postfach
    8042 Zürich | Tel. +41 (0)44 360 14 65
    t.arnold@youthhostel.ch

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