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Ein Jahr CO2-Kompensation bei den Schweizer Jugendherbergen Dec 16, 2008

Die Schweizer Jugendherbergen engagieren sich seit einem Jahr zusammen mit der Umweltorganisation myclimate für den Klimaschutz. Die Gäste und Mitglieder der Jugendherbergen werden laufend aktiv sensibilisiert. Bei jeder Buchung kann die Emission der Übernachtung kompensiert werden. Das erste Jahr verlief erfolgreich. Über 50% der Gäste sind bereit die Kompensation zu leisten. Die Mitarbeitenden der Schweizer Jugendherbergen gleichen zudem die eigenen geschäftlich bedingten Flug- sowie Autoreisen aus. Mit den Zahlungen wird ein Klimaschutzprojekt in Indien unterstützt und es konnte das Solardach in der Jugendherberge Scuol realisiert werden. Bereits seit Jahren sind die Jugendherbergen in diversen Gebieten der Nachhaltigkeit aktiv.

Gäste der Schweizer Jugendherbergen setzen sich seit der Wintersaison 2007/08 aktiv für den Klimaschutz ein. In Zusammenarbeit mit der international tätigen Schweizer Klimaschutzorganisation myclimate werden Übernachtungen kompensiert. Die Einführungsphase ist mit einem Drittel kompensierter Logiernächte sehr erfolgreich gestartet.

Gäste, die im Internet buchen, bezahlen den Betrag für die Kompensation sofort. Diese ist natürlich auch bei der telefonischen Buchung oder bei den direkt anreisenden Gästen möglich. Die Kompensation beträgt auch im neuen Jahr nur 60 Rappen, da die Schweizer Jugendherbergen bereits sehr viel in die Nachhaltigkeit investiert haben. Von diesen 60 Rappen werden mit 30 Rappen in myclimate Projekten sämtliche Emissionen kompensiert. Mit den restlichen 30 Rappen setzen die Schweizer Jugendherbergen eigene Energie-Sparmassnahmen um.

Die Schweizer Jugendherbergen haben festgestellt, dass der Erfolg der CO2 Kompensation vor allem mit der Information der Gäste und Mitglieder sowie einer einfachen Abwicklung zu tun hat. Je mehr sie über die Projekte und Ziele wissen, desto eher sind sie bereit zu kompensieren und einen Beitrag für die Umwelt zu leisten. Bis Ende Jahr 2008 wird das Projekt „Windenergie in Indien“ unterstützt und ab 2009 kommt das Geld einem Projekt zugute, welches die lokale Produktion und Anwendung von Solarkochern und anderen effizienten Kochern in Madagaskar fördert. Der Verbrauch von Holz und Holzkohle für Kochzwecke kann somit erheblich reduziert werden.

Als eigenes Projekt realisierten die Jugendherbergen in Scuol dank den Kompensationsbeiträgen und dem Hans E. Moppert Preis eine Sonnenkollektoranlage mit einer Fläche von 27.5 m2. Damit werden jährlich rund 25'000 kWh Energie gespart. So wird der ohnehin schon geringe CO2-Ausstoß der Minergie-Jugendherberge nochmals wesentlich verringert.

Die Schweizer Jugendherbergen arbeiten zudem kontinuierlich an der Reduktion des CO2-Ausstosses in den eigenen Betrieben. Gegenüber dem Vergleichsjahr 2000 hat die Organisation die Energie-Effizienz um 20% verbessert (Stand 31.12.2007). Ab dem 1.1.2009 decken die Schweizer Jugendherbergen den gesamten Strombedarf mit erneuerbarer Energie aus 100% Schweizer Wasserkraft ab.

Über myclimate – The Climate Protection Partnership

myclimate ermöglicht innovative Lösungen im Klimaschutz und fördert den Einsatz von erneuerbaren Energien und energieeffizienter Technologie. Die Kompensation der Emissionen erfolgt in Klimaschutzprojekten. Dort werden Emissionen reduziert, indem fossile Energiequellen durch erneuerbare Energien ersetzt und energieeffiziente Technologien implementiert werden. myclimate-Klimaschutzprojekte erfüllen höchste Standards (Gold Standard), welche neben der Reduktion von Treibhausgasen nachweislich auch einen positiven Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung leisten.
Die Non-Profit Stiftung myclimate – The Climate Protection Partnership – ist 2006 durch den Zusammenschluss des ETH Spin-Offs myclimate und der privaten Initiative CLiPP entstanden, welche beide seit 2002 im Klimaschutz tätig sind. Unterstützt wird myclimate von einem namhaften Stiftungsrat und Patronatskomitee.

Schweizer Jugendherbergen und Nachhaltigkeit

Die Schweizer Jugendherbergen engagieren sich schon sehr lange für ein umweltfreundliches Angebot. Seit 1996 und dem Programm energie2000 erfolgen diese Bestrebungen systematisch. Die Geschäftsleitung der Schweizer Jugendherbergen hat sich schon vor der Klimadebatte entschieden die Aktivitäten weiter auszudehnen. Im Jahr 2007 möchte die Organisation vierzehn Betriebe mit dem EU-Umweltlabel und dem Steinbocklabel für Beherbergungsbetriebe zertifizieren. Als Pilotbetrieb für die Schweiz konnte die Jugendherberge Baden das Gütesiegel im Herbst 2006 in Empfang nehmen. Die Philosophie hinter dem Label soll in den nächsten Jahren auf das gesamte Netzwerk der Schweizer Jugendherbergen ausgeweitet werden. Das Europäische Umweltsiegel und das Schweizerische Steinbocklabel hat man zur Auszeichnung von nachhaltigem Tourismus – vor allem in der Beherbergung – geschaffen.

Die Minergiebauweise wird von den Schweizer Jugendherbergen bei Neubauten und umfassenden Umbauten angewandt. Ein erster Meilenstein war die Eröffnung der Minergie Jugendherberge in Zermatt im Januar 2004. Im Dezember 2006 folgte die umfassend sanierte Jugendherberge Valbella. Ende 2007 eröffnete in Scuol die neue Jugendherberge, die ebenfalls in der Minergiebauweise erstellt wurde.
Im Frühjahr 2008 hat die Organisation ihren ersten Nachhaltigkeitsbericht veröffentlicht. Weitere Informationen unter Nachhaltigkeit.

Weitere Informationen:

  • myclimate
    Sternenstrasse 12, CH - 8002 Zürich
    Kathrin Dellantonio, Sales und Kommunikation
    Tel: +41 44 500 43 50
    www.myclimate.org
  • Schweizer Jugendherbergen
    Schaffhauserstrasse 14, Postfach, CH-8042 Zürich
    Tobias Thut, Mediensprecher
    Tel: +41 44 360 14 51
    t.thut@youthhostel.ch