Skip to navigation Skip to content


Die Schweizer Jugendherbergen mit Rekordergebnis Jan 12, 2009

Die Schweizer Jugendherbergen arbeiteten wiederum sehr erfolgreich. 2008 ist das bisher beste Jahr in der 85-jährigen Geschichte. Die Logiernächte konnten im 2008 gegenüber dem Vorjahr um 7.3% auf 986'471 gesteigert werden. Der Gesamtumsatz betrug im vergangenen Jahr 40.5 Mio. Franken (ohne Franchisebetriebe) gegenüber 36.3 Mio. Franken im 2007. Dies entspricht einer Steigerung von 11.6%. Auch ist gegenüber 2007 ein Mitgliederzuwachs von 4% zu verzeichnen. 3’738 Personen mehr und somit total 95’236 nutzen die attraktive Mitgliedschaft der Non-Profit-Organisation. Die guten Zahlen sind zum einen auf die stetigen Qualitätsverbesserungen sowie auf die nachhaltige Investition in die Infrastruktur, zum anderen in die erfolgreiche Neueröffnung der Jugendherberge Scuol zurückzuführen. Der Verein Schweizer Jugendherbergen betreibt 46 Jugendherbergen in Eigenregie. Zusätzlich werden 11 als Franchise Betriebe von Dritten geführt. Der Buchungsstand für die laufende Wintersaison ist sehr erfreulich. Auch die Belegung über Weihnachten/Neujahr verbesserte sich nochmals im Vergleich zum Vorjahr.

Mit der Eröffnung der neu erbauten MinergieEco-Jugendherberge in Scuol im Dezember 2007 konnte ein Meilenstein gesetzt werden. Die moderne Architektur kombiniert mit der lokalen Baukunst bescherte dem Haus eine sehr gute Nachfrage. Das erste Jahr schloss denn auch mit 25'831 Logiernächten und 66% Bettenauslastung weit über den Erwartungen ab. In Locarno läuft im Moment die letzte Etappe eines Umbaus, der im Frühjahr abgeschlossen sein wird. Bereits erfolgt ist auch der Spatenstich für den Um-/Neubau der Jugendherberge in Basel St. Alban. Auch in Basel steht somit ab Frühling 2010 den Gästen eine moderne Jugendherberge mit 237 Betten zur Verfügung. Bis es soweit ist, können die Gäste in die Jugendherberge Basel City ausweichen. Als weiterer Meilenstein konnte die Organisation die Jugendherberge Youthpalace Davos erwerben. Das Haus war die letzten Jahre durch die Jugendherbergen gemietet worden. Auf Grund des guten Geschäftganges machte die Organisation nun früher als geplant vom Kaufrecht Gebrauch.

Nachhaltigkeit und Ökologie

Bereits über 50% der Gäste sind nach dem ersten Jahr bereit, die 60 Rappen pro Logiernacht für die CO2 Kompensation zu bezahlen. Da die Schweizer Jugendherbergen sehr viel in die Nachhaltigkeit investiert haben, ist dieser Betrag tief. Von den 60 Rappen werden mit 30 Rappen in myclimate Projekten sämtliche CO2 Emissionen kompensiert. Mit den restlichen 30 Rappen setzen die Schweizer Jugendherbergen eigene Energie-Sparmassnahmen um. Bis Ende Jahr 2008 konnte das Projekt „Windenergie in Indien“ bei myclimate erfolgreich umgesetzt werden. Ab 2009 kommt das Geld einem Projekt zugute, welches die lokale Produktion und Anwendung von Solarkochern in Madagaskar fördert. Der Verbrauch von Holz und Holzkohle für Kochzwecke kann somit erheblich reduziert werden.

Als eigenes Projekt realisierten die Schweizer Jugendherbergen in Scuol dank den Kompensationsbeiträgen und dem 2008 erhaltenen Hans E. Moppert Preis eine Sonnenkollektoranlage mit einer Fläche von 27.5 m2. Damit werden jährlich rund 25'000 kWh Energie gespart. So wird der ohnehin schon geringe CO2-Ausstoß der Minergie-Jugendherberge Scuol nochmals wesentlich verringert.

Als weiterer Meilenstein verwenden alle Jugendherbergen seit der Wintersaison 2008/09 Max Havelaar fairtrade Kaffee (5300 kg jeweils pro Jahr), Orangensaft (105'000 Liter), Tee (104'000 Beutel), Zucker (4000 Kilo) und Reis (4400 Kilo).
Im Übrigen erklärt der 2008 erstmals veröffentlichte Nachhaltigkeitsbericht alle Tätigkeiten der Non-Profit-Organisation in diesem Bereich.

Ausblick 2009

Die Schweizer Jugendherbergen erwarten im schwierigen Wirtschaftsjahr 2009 eine Konsolidierung. Der Gesamtumsatz sowie auch die Logiernächte sollen jedoch auf Vorjahresniveau gehalten werden. Ein Schwerpunkt wird auf die weitere Zertifizierung der Jugendherbergen mit dem EU-Umwelt- und Steinbocklabel gelegt. Heute verfügen bereits 13 Jugendherbergen über die Auszeichnung. Fredi Gmür, Geschäftsleiter der Schweizer Jugendherbergen, meint zum bevorstehenden Jahr: „Seit Jahren verfolgen wir konsequent unsere Netzwerk- und Nachhaltigkeitsstrategie. Unsere Bemühungen für nachhaltiges Wirken sind nicht Trend, sondern vielmehr eine Investition in langfristiges Überleben für unsere Umwelt, unsere Gäste und unsere Organisation.“

Weitere Informationen:

Schweizer Jugendherbergen
Schaffhauserstrasse 14, Postfach
CH-8042 Zürich

Tobias Thut, Mediensprecher
Tel: +41 44 360 14 51
t.thut@youthhostel.ch