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Avenches bleibt Jugendherbergs-Standort Oct 17, 2013

31 Jahre nachdem das stattliche Haus im typischen regionalen Stil zu einer Jugendherberge wurde, steht fest: Sie bleibt Avenches als solche erhalten. Basis dafür ist eine CHF 2.5 Mio. umfassende Renovation. Baubeginn ist am 21. Oktober.

Aussenansicht AvenchesSeit 1982 ist Avenches Jugendherbergs-Standort. Rund 6'500 Übernachtungen generiert der Ein-Saison-Betrieb jeden Sommer; in erster Linie mit Familien, Schulen, Velofahrern und Wanderern, der grösste Teil Schweizer, die einen Aufenthalt im Seeland schätzen und lieben.

So war das Interesse der Gemeinde gross, den Betrieb zu erhalten, hinter dem die nationale Organisation Schweizer Jugendherbergen und damit einiges an Kommunikations- und Marketingkraft steht. Daniel Trolliet, Gemeindepräsident von Avenches, sieht im Erhalt und in der Renovation der Jugendherberge neues Potential für den Tourismus in seiner Gemeinde. „Die Infrastruktur wird modernisiert, das kommt direkt dem Gast zu Gute. Darüber hinaus entsteht ein innovatives Vorzeigeobjekt im Bereich des barrierefreien Tourismus, dessen Ausstrahlungskraft über unsere Region hinaus geht“, freut er sich.

Die umfassende Renovation beinhaltet eine Komplettsanierung der Etagenduschen und -WCs, die Aufwertung der Zimmer durch den Einbau von Lavabos, den Umbau des Eingangsbereichs und der Réception, den Einbau der Betriebsleiterwohnung im Dachgeschoss, die Renovation der Fassade und nicht zuletzt die Anpassung an die aktuellen feuerpolizeilichen Anforderungen. Eine grosse Herausforderung stellte die Zugänglichkeit für Menschen mit Behinderungen im bestehenden Haus dar.

Tatsächlich haben die Schweizer Jugendherbergen hier eine ebenso unkonventionelle wie pragmatische Lösung gefunden. Weil im Haus selbst der Ausbau nach Standards der Hindernisfreiheit nicht möglich ist, liegt die Lösung in einem Pavillon im Garten, der zwei Zimmer beherbergt, die alle Standards für hindernisfreies Reisen erfüllen. René Dobler, CEO der Schweizerischen Stiftung für Sozialtourismus, ist Stolz auf das Projekt. „Wir schaffen hier eine Lösung für Gäste mit Behinderungen und gleichzeitig eine attraktive Kapazitätserweiterung und zeigen damit, dass sich soziale und unternehmerische Verantwortung nicht gegenseitig ausschliessen“, erklärt er.

Die Finanzierung des CHF 2.5 Mio. teuren Umbau- und Renovationsprojektes war der grösste Kraftakt. Eine wichtige Signalwirkung erzielte die Gemeinde mit ihrer Kostengutsprache von CHF 200'000, davon CHF 40'000 in Zusammenarbeit mit der örtlichen Tourismusorganisation. Ergänzt werden diese Beiträge durch die Loterie Romande und die Stiftung Denk an mich. Die Hauptlast trägt weiterhin die Schweizerische Stiftung für Sozialtourismus als Eigentümerin. Fredi Gmür, CEO der Schweizer Jugendherbergen, freut sich über den Umbau. „Der Standort Avenches ist uns wichtig, denn wir möchten eine schweizweite Abdeckung mit Jugendherbergen aufrecht erhalten. Dass wir hier jetzt unser Angebot den modernen Bedürfnissen des Gastes anpassen, war überfällig“, hält er fest.

Nach dem Umbau erwartet die Gäste zum Saisonstart am 4. April 2014 ein Mix aus Mehrbettzimmern für Schulklassen, Familienzimmern und Doppelzimmern für Einzelreisende. Typisch für die Schweizer Jugendherbergen sind auch nach dem Umbau die moderaten Preise. Ein Bett im Familienzimmer kostet in Avenches im kommenden Sommer CHF 42.40 – Frühstück, Taxen und freiwillige CO2-Kompensation inklusive.

Weitere Auskünfte:

Schweizer Jugendherbergen
Oliver Kerstholt, Mediensprecher
Schaffhauserstrasse 14, Postfach, 8042 Zürich
Tel.: +41 (0)44 360 14 51
E-Mail: o.kerstholt@youthhostel.ch

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