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5 Steinböcke und 3 Awards in der Jugendherberge Scuol gefeiert Jun 23, 2010

Die Erfolgsgeschichte in Scuol wird fortgesetzt. Nach der Auszeichnung mit dem Hans E. Moppert Preis im Jahr 2008 für „Nachhaltigkeit im Alpenraum“ folgten zwei weitere Meilensteine. Als Erste von rund 30 mit dem Steinbockgütesiegel für Nachhaltigkeit ausgezeichneten Jugendherbergen hat das Haus in Scuol fünf Steinböcke erreicht. Diese höchste Auszeichnungsstufe erzielen in der Schweiz nur gerade fünf Beherbergungsbetriebe. Ebenfalls hat die Jugendherberge an der zweiten Durchführung des „Award für Marketing + Architektur“ triumphiert. Die Verleihung fand am 23. April unter Beisein von zahlreichen Besuchern im KKL in Luzern statt. Das Besondere ist, dass die Herberge gleich drei Preise abräumte, darunter den mit 10'000 Franken dotierten Hauptpreis. Zusätzlich mit nach hause nehmen durfte die Delegation den Kategorienpreis „Hotels, Restaurants, Sport- und Wellnessanlagen“ sowie den Sonderpreis „Green Technology“. Diese Erfolge veranlassten die Schweizer Jugendherbergen heute Abend den Partnern in Scuol mit einer Feier danke zu sagen.

Augenfällige Architektur

Moderne Architektur ist in Scuol mit lokaler Baukunst verknüpft. Die Jugendherberge im MINERGIE-ECO® Standard steht unmittelbar beim Bahnhof und den Bergbahnen. Das Angebot umfasst 160 Betten in Sechser-, Vierer- und Doppelzimmern.
Für das Konzept war es wichtig, einen Bau zu entwerfen, der spezifisch für den Ort gedacht ist und auf allen Ebenen auf diesen eingeht. Bereits in diesem Kernpunkt deckten sich das Bauleitbild der Bauherrschaft mit der Überzeugung der Architekten: Kubatur, Form, Gestaltung, Materialisierung: all dies sollte im Engadin inspiriert und auf moderne Art umgesetzt werden. Das kostengünstige Bauen ist Voraussetzung für einen Betrieb mit sozialen Preisstrukturen. Dem Architektenteam ARGE Sursass mit Marisa Feuerstein, Annabelle Breitenbach, Men Clalüna und Jon Armon Strimer gelangen all diese Voraussetzungen.
Die Jugendherberge Scuol gehört zu einer Reihe architektonisch anspruchsvoller Jugendherbergen, die in den letzten Jahren entstanden sind. In diesem Frühjahr eröffnete in Basel die erweiterte Jugendherberge ihre Türen und weitere Projekte folgen.

Award für Marketing + Architektur

All dies führte dazu, dass sich die Jugendherberge Scuol aus 85 eingereichten Projekten unter die letzten 26 nominierten mischen konnte, zum Schluss mit dem „Award Marketing + Architektur“ triumphierte und gleich drei Auszeichnungen erhielt.
Fredi Gmür, CEO der Schweizer Jugendherbergen meint: „Der Award ist eine grosse Genugtuung für unseren Fokus auf anspruchsvolle und zeitgemässe Architektur. Dies geschieht immer in den Leitplanken, die unsere übergeordnete Nachhaltigkeitsstrategie vorgibt. Das Preisgeld schenkten wir einer Schweizer Stiftung, die in Sansibar eine Jugendherberge aufbauen wird, bei dessen Projektierung unser Team bereits involviert war.“

Wirtschaftlicher Erfolg

Im 2008 erreichte die Jugendherberge 25'831 Logiernächte. 2009 konnte dieses sehr gute Resultat trotz weltweiter Wirtschaftsflaute noch um weitere 2.5% auf 26'488 Logiernächte gesteigert werden.
Die Wintersaison 2009/2010 präsentierte sich ebenfalls stabil und man ist optimistisch, dass die Sommersaison ebenfalls auf Vorjahresniveau abgeschlossen werden kann.
Der wirtschaftliche Erfolg wird verknüpft mit ökologischem Engagement. So kompensieren die meisten Gäste ihre Übernachtung mit myclimate auf freiwilliger Basis mit einem Betrag von 50 Rappen pro Übernachtung. Die Kooperation mit Max Havelaar zeigt, dass auch etwas teurere dafür aus fairem Handel stammende Produkte in einer Budgetunterkunft ihren Platz haben.

Regionale Verankerung

Der Grundstein für den wirtschaftlichen Erfolg der Jugendherberge Scuol konnte mit der grossen Medienpräsenz in den Regionalen-, Nationalen- und Fach-Medien gelegt werden. Das Bauprojekt fand den Weg in die Ausstellung „Zimmer frei“, die im Alpinen Museum in Bern präsentiert wurde. Das Haus in Scuol steht für den Imagewandel der Schweizer Jugendherbergen, der sich in den vergangen Jahren vollzogen hat: weg von der verstaubten Unterkunft hin zum modernen Anbieter im Tourismus. Die Partnerschaften vor Ort haben sich zusätzlich als Multiplikator erwiesen. Die Bergbahnen, die Gemeinde, die Landwirte sowie die Tourismusvertreter haben in den vergangenen Jahren massgeblich zum Erfolg beigetragen. Mit der heutigen Feier bedankten sich die Verantwortlichen der Jugendherberge für die tolle Zusammenarbeit, die auch in Zukunft auf diesem hohen Niveau weitergeführt werden soll.

Weitere Informationen:

Kontakt:

  • Schweizer Jugendherbergen
    Schaffhauserstrasse 14, Postfach
    CH-8042 Zürich
    Tobias Thut, Mediensprecher
    Tel: +41 44 360 14 51
    t.thut@youthhostel.ch

Medienmitteilung als PDF (21 KB)