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Jugendherberge Solothurn

Am Land
Landhausquai 23
4500 Solothurn (SO)

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Geschichte - Haus am Land

Das Haus am Land in der Solothurner Altstadt kann auf eine bewegte, langjährige Gebäudegeschichte zurückblicken. Das historische Solothurn wurde im frühen Mittelalter innerhalb des ehemals römischen Kastells errichtet, welches als «Salodurum» an der Heerstrasse von Aventicum (Avenches) Richtung Augusta Raurica (Augst) und Vindonissa (Windisch) eine wesentliche Bedeutung innehatte. Es ist deshalb anzunehmen, dass am «Land», der Schiffsanlegestelle an der Aare, bereits früh Gebäude für den Güterumschlag erstellt worden sind.

Eine über 800-jährige Geschichte

Archäologische Grabungen zwischen 1992 und 1993, im Zusammenhang mit dem Jugendherbergenumbau, haben Funde eines Steingebäudes von 13 x 6 Metern mit Resten einer Feuerstelle und eines Ofens aus dem 13. Jahrhundert zum Vorschein gebracht.

Irgendwann zwischen dem 15. und 17. Jahrhundert wurden mehrere dieser kleinen Parzellen zusammengefasst, um darauf ein einzelnes, grösseres Gebäude zu errichten. Nach verschiedenen Eingriffen und Umbauten war schliesslich eine stattliche Gebäudehalle von 23 Meter Länge und 11 Meter Breite entstanden, welche in ihren Abmessungen bereits dem heutigen Ost- und Mitteltrakt entsprach.

Das Gebäude gehörte damals Victor Biss, dem Vogt von Falkenstein, und diente ihm und seiner Familie als Sesshaus. Misswirtschaft oder möglicherweise witterungsbedingte Ernteausfälle brachten den Vogt gegenüber den Stadtvätern in Zahlungszwang und führten dazu, dass er das Gebäude an die Patrizierstadt abtreten musste.

Vom Zollhaus zum Schulhaus

Längere Zeit fand die Stadt Solothurn keine Verwendung für das Wohnhaus. Erst nach einigen Jahren kam man überein, das damalige von der Landungsstelle weit entfernte Kauf- und Zollhaus neu an die Aare zu verlegen. Ein Anbau im Westen und eine Aufstockung im Jahre 1682 mit zwei mächtigen Aufzugsgiebeln dienten als Magazin.

Ausserdem war bereits zu dieser Zeit in den Dachräumen ein grösserer Saal eingerichtet worden, welcher regelmässig für Theateraufführungen genutzt wurde.

Nach Abschaffung der Zehnten im Jahr 1837 verlor das Kauf- und Zollhaus seine Bedeutung. Aber erst 1868 beschloss der Stadtrat, das Gebäude in ein Schulhaus umzubauen. Mit massiven Teilabbrüchen wurde das Gebäude in klassizistischem Stil in ein Schulhaus mit Mitteltrakt und zwei Seitenflügeln umgebaut. Nach seiner Fertigstellung beherbergte es 1871 kurze Zeit die französische Bourbaki-Armee. Danach diente das Haus am Land während rund 120 Jahren als Schulhaus. Die engen Platzverhältnisse in der Solothurner Altstadt liessen Anpassungen und Erweiterungen jedoch kaum zu, so dass Schulhausneubauten ausserhalb der ehemaligen Stadtmauern dessen Funktion übernahmen.

Die Jugendherberge

In der Folge musste nach einer neuen Verwendung des Gebäudes gesucht werden und man begann 1992 Konferenzräume und eine Jugendherberge einzubauen. Mit dem drei Jahre dauernden Umbau wurden die Eingriffe in die historische Bausubstanz von den alten Strukturen bewusst abgesetzt. Der Massivität der denkmalgeschützten Aussenhülle in Stein und Mauerwerk tritt im Innern eine von Präzision und technischem Ausdruck bestimmte Stahl-Glas-Konstruktion gegenüber. Aussen werden die zeitgenössischen Eingriffe hauptsächlich durch den hofseitig errichteten Anbau ablesbar. Die über die ganze Gebäudehöhe erstellte Sichtbetonfassade bestimmt mit ihren präzise gesetzten Öffnungen die Erscheinung des bislang kaum genutzten Altstadthofes.

Jugendherberge Solothurn heute

Jugendherberge Solothurn heute

Stadtansicht 1548

Stadtansicht 1548

Archäologische Ausgrabungen 1992–1993

Archäologische Ausgrabungen 1992–1993