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Jugendherberge Leissigen

Albert Wander Haus
Oberfeldweg 9
3706 Leissigen (BE)

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Geschichte - Albert Wander-Haus

Ihre Existenz verdankt die Jugendherberge in Leissigen der bemerkenswerten sozialen Personalpolitik der Firma Wander sowie der Spendenfreudigkeit der Gründerfamilie. Es handelt sich beim Gebäude um die ursprüngliche Ferienresidenz des Firmengründers Dr. Albert Wander, welcher seit 1904 ganzen Generationen in vielen Ländern mit seiner Ovomaltine die Kindheit versüsste. Nach dem Tod des Gründerehepaars schenkten die Erben 1952 das Anwesen «La Nichée» am Thunersee und den grössten Teil des Mobiliars der firmeneigenen Pensionskasse mit dem Zweck, sie den Angestellten der Firma Wander als Ferienheim zur Verfügung zu stellen. Seit 1992 hat der Verein für Jugendherbergen die Herbergsliegenschaft übernommen.

Ovomaltine

1863 wurde ein junger Akademiker namens Georg Wander aus Osthofen bei Worms an das Institut für Chemie und Pharmazie der Universität Bern berufen. Er fühlte sich in Bern schnell heimisch und widmete sich nebst seinen Aufgaben als Assistent vorab dem Malz, welches als nährreiches und leicht verdauliches Nahrungsmittel damals grosses Interesse hervorrief. Bald war er von seinen eigenen Forschungen so gefesselt, dass er nach zwei Jahren seine Universitätsstelle bereits wieder aufgab. Er verdiente seinen Lebensunterhalt fortan als Produzent von Mineralwasser und Anbieter von chemischen Untersuchungen aller Art und widmete sich dabei natürlich vorab dem Malz. Bald bot Georg Wander Malz in Form eines bitter schmeckenden Sirups an, welcher vor allem Wöchnerinnen und Säuglingen zur Stärkung verabreicht wurde.

Mitte der 90er Jahren erkrankte Georg Wander so schwer, dass er den Betrieb seinem Sohn Albert übergeben musste. Jener führte die Malzforschung im Sinne seines Vaters weiter. Die Weiterentwicklung des Vakuum-Trocknungsverfahrens ermöglichte schliesslich die Herstellung von Malz in Form eines Pulvers. Dies bedeutete für das Familienunternehmen den grossen Durchbruch. Bereits ein Jahr später kam die Ovomaltine auf den Markt.

Soziale Firmenpolitik

Nebst einer Ausweitung der Malzprodukte entstand ein Laboratorium und in der Folge eine pharmazeutische Abteilung, welche bald ebenfalls erfolgreiche Produkte auf den Markt bringen konnte. 1963 war die Firma weltweit in 93 Ländern tätig und beschäftigte rund 6’000 Mitarbeiter. In den 60er Jahren waren alleine acht Personen praktisch ausschliesslich mit sozialen Aufgaben zu Gunsten der Belegschaft beschäftigt. So passt es bestens in dieses Bild, dass die Erben nach dem Hinschied des Gründerehepaars im Jahre 1952 das Anwesen der Familie am Thunersee der betrieblichen Pensionskasse vermacht haben, um darin ein Ferienheim für die Mitarbeiter anbieten zu können.

Die Residenz «La Nichée»

Über das weitläufige Grundstück am Hang staffeln sich insgesamt drei Gebäude ab. Zuoberst liegt das Haus für das Personal, am Ufer des Sees steht das grosszügige Bootshaus und dazwischen liegt das chaletartige Haupthaus, welches einen wunderbaren Ausblick über den Thunersee und den sich auf dem gegenüberliegenden Uferseite erhebenden Niesen ermöglicht.

Ende der 80er Jahre verebbte allmählich das Interesse nach Heimferien, so dass der Betrieb 1992 dem Verein für Jugendherbergen übertragen wurde. Seit 2001 sind die Liegenschaften im Besitz der Schweizerischen Stiftung für Sozialtourismus.

Jugendherberge Leissigen heute

Jugendherberge Leissigen heute

Früheste Exportetikette für die Ovomaltine

Früheste Exportetikette für die Ovomaltine

Schlafzimmer Dr. Albert Wander

Schlafzimmer Dr. Albert Wander