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Jugendherberge Crans-Montana

„Bella Lui"
Route du Zotzet 8
3963 Crans-Montana

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Geschichte – vom Sanatorium zum Zeugnis der architektonischen Moderne unserer Zeit

In seiner Geschichte wechselte das Bella Lui mehrmals seinen Daseinszweck: Ursprünglich als Sanatorium erbaut, diente das Haus in den 1930er Jahren zwischenzeitlich als Sporthotel, während dem 2. Weltkrieg als Heim für junge jüdische Flüchtlinge, Mitte des 20. Jahrhunderts wieder als Kurhaus für Lungenpatienten. 1951 wurde das Haus von einem eigens dafür gegründeten Verein erworben, in dessen Besitz es zunächst als Genesungsheim weiterbestand und 1965 zu einem Kur- und Ferienhaus umfunktioniert wurde. 2016 ging das Hotel an die Schweizer Jugendherbergen über, die es in eine Jugendherberge umwandelten.

Kurort Montana

Die Hochebene von Montana bietet dank ihrer Lage auf etwa 1500 m ü. M. ein aussergewöhnliches Klima. Im Sommer geniesst das nach Süden gelegene Plateau bis zu 14 Sonnenstunden. Mit diesen Voraussetzungen ist Montana ein idealer Kurort.

Als Ende des 19. Jahrhunderts die Bevölkerung stark anwuchs und sich damit einhergehend die Hygienebedingungen drastisch verschlechterten, war dies ein idealer Nährboden für Infektionskrankheiten wie Tuberkulose. Um die Heilung von Lungenpatienten zu fördern, wurden Anfang des 20. Jahrhunderts zahlreiche Sanatorien in der Schweiz eröffnet, darunter auch in Montana, dessen Kurortqualität bald erkannt wurde.

Genesungsförderung im Hause Bella Lui

Die wichtigsten Voraussetzungen für ein Sanatorium waren eine windgeschützte, von viel Grün umgebene Lage, eine gute Wasserversorgung, eine Ausrichtung nach Süden oder Südsüdosten, helle und abgetrennte Räume und individuelle Möglichkeiten zum Sonnenbaden. Als der Arzt Dr. Haller-Stähelin 1928 das Architektenpaar Rudolf und Flora Steiger-Crawford mit dem Bau des Sanatoriums Bella Lui beauftragte, entstand ein Kurhaus, das alle diese Anforderungen bestens erfüllte.

Rudolf und Flora Crawford Steiger schufen dank dem Einsatz moderner Technik einen Bau, der die Anforderungen nach Licht, Luft und Sonne mustergültig umsetzte. Zugleich wurde die Schweiz um ein einzigartiges Zeugnis der Architektur der Moderne reicher.

Erhalt eines einzigartigen Baudenkmals

Das Gebäude ist heute exemplarisches Zeugnis der Architektur der Moderne. Die klare, horizontale Linienführung der Fassade, die durch die Balkone noch verstärkt wird, die hohe Gewichtung der Funktionalität und die einfache und ineinander verschachtelte Formensprache sind typische Merkmale dieser Epoche. Sigfried Giedion würdigte diesen Bau als einen der wenigen Beiträge zur «realen Weiterführung des Problems Sanatorium» und als den ersten Wohnbau in der Schweiz, der ein geschweisstes Eisenskelett verwendet. 2002 wird es vom Kanton Wallis als historisches

Denkmal und als schützenswerter Bau klassifiziert. Nach diversen Umbau- und Sanierungsetappen unterzogen schliesslich die Architekten Actescollectives aus Sierre das Haus in den Jahren 2016/2017 einer Renovation, bei der die historischen Teile aufbereitet und dabei die neuen Bestandteile sichtbar gemacht wurden.