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Jugendherberge Mariastein

Burg Rotberg
4115 Mariastein (SO)

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Geschichte - Die Burg Rotberg

Die Jugendherberge Burg Rotberg bei Mariastein gehört zusammen mit der Burg Ehrenfels oberhalb Sils im Domleschg zu den beiden sogenannten "Jugendburgen" der Schweiz. Nach Vorbildern in Deutschland und Frankreich wurden in den 30er Jahren unter der Leitung von Architekt Eugen Probst freiwillige Arbeitsprogramme mit erwerbslosen Jugendlichen organisiert. Bei den Restaurationsarbeiten standen nicht in erster Linie denkmalpflegerische und geschichtliche Aspekte im Vordergrund, als vielmehr das Ziel, den Verfall der Ruine zu stoppen und Jugendlichen eine zum Arbeiten und Übernachten bewohnbare Burg zur Verfügung zu stellen.

Das Gebiet des nördlichen Tafeljuras gehört zu den burgenreichsten Gebieten der Schweiz. Es werden hier über ein Dutzend beachtlicher Burgen oder Burgruinen gezählt. Die Burg Rotberg nahm dabei weder eine besondere Stellung ein, noch war sie baugeschichtlich von übergeordnetem Wert. Vermutungen, nach denen es sich bei der Burg Rotberg um die legendäre Festung Robur Kaisers Valentinians I. zum Schutz vor den Germanen handelte, scheinen nicht glaubhaft. Vielmehr wird angenommen, dass die Gründung der Burg in die Zeit der meisten Schweizer Burgengründungen zwischen dem 12. und 13. Jahrhundert fällt.

Das Bauwerk war auf einem felsigen Vorsprung am Fusse des "Blauen" errichtet worden. Dieser bot so wenig Platz, dass für den Weg und einen kleinen Zwinger spezielle Stützmauern erstellt wurden.

Als erste Vertreter ihres Geschlechts fanden Johans und Wernher von Rothberg in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts eine urkundliche Erwähnung. Schon früh suchten die Herren von Rothberg die Nähe zur immer einflussreicheren Stadt Basel und stellten in der Folge mehrmals den Bürgermeister. 1451 wurde ein gewisser Arnold von Rothberg gar zum Basler Bischof geweiht.

Ob die Burg Rotberg bereits beim grossen Basler Erdbeben von 1356 zerstört wurde, steht nicht fest. Möglicherweise hat sie damals aber in einem solchen Ausmass Schaden erlitten, dass sie nie mehr richtig repariert wurde und allmählich zerfiel.

Das am Fuss des Burghügels gelegene Schlossgut wurde jedoch weiterhin betrieben. 1918 übernahm der Allgemeine Consumverein beider Basel diesen Hof und kam so nebenbei in den Besitz der Ruine.

Der Wiederaufbau

1933 schlug der Zürcher Architekt und Präsident des Schweizerischen Burgenvereins Eugen Probst vor, nach Beispielen in Deutschland und Frankreich die Burg Rotberg als eine sogenannte Jugendburg neu entstehen zu lassen. Dazu sah er den Einsatz arbeitsloser Jugendlicher vor, um ihnen gleichzeitig die Möglichkeit nach praktischer Berufserfahrung zu ermöglichen. Der Allgemeine Consumverein beider Basel unterstützte dieses Vorhaben und liess dazu in seinen Läden Sammelbüchsen aufstellen.

Im Januar 1934 begannen rund 30 Jugendliche mit den Arbeiten. Eugen Probst kümmerte sich um die Planung, der Consumverein seinerseits stellte aus seinen Reihen die Bauleitung zur Verfügung.

Am 27. November 1935 war es schliesslich soweit, die Jugendburg konnte eröffnet werden.

Jugendherberge Burg Rotberg heute

Jugendherberge Burg Rotberg heute

Rittersaal

Rittersaal

Ruine auf dem Hofgut des Allgemeinen Consumvereins

Ruine auf dem Hofgut des Allgemeinen Consumvereins