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Jugendherberge Brugg

Schlössli Altenburg
Im Hof 11
5200 Brugg (AG)

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Tel: +41 56 441 10 20
Fax: +41 56 442 38 20
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Geschichte - Schloss Altenburg

Schloss Altenburg

Nahe dem ehemaligen römischen Legionslager in Vindonissa, wo die Aare von Süden her in einem engen felsigen Bett gegen Osten abgedrängt wird, entstand in spätrömischer Zeit ein kleines Kastell. Der Ursprung seiner teilweise über sieben Meter hohen Ringmauer reicht ins 4. Jahrhundert zurück. Später, im Frühmittelalter, sollen die Überreste des Kleinkastells Bischofsburg und anschliessend gar Sitz der Frühhabsburger gewesen sein.

Die Römer

Als erste Quellenbezüge zur Altenburg gelten Funde noch früherer Herkunft, welche zum Bau der bis zu vier Meter dicken Mauern wiederverwendet wurden. Diese scheinen alle mit dem nahen Vindonissa in Zusammenhang zu stehen. So erzählt ein Inschriftstein aus dem Jahre 260 vom Wiederaufbau der Mauern Vindonissas, und ein noch älteres Fragment war ursprünglich Teil eines Reitergrabsteins aus dem 1. Jahrhundert. Die Befestigungsmauern scheinen aufgrund der eingelassenen Funde eindeutig spätrömischen Ursprungs zu sein.

Gemäss Überlieferungen von Sigmund Fry 1530 wurde die Altenburg zum Schutz einer Fährverbindung ans gegenüberliegende Aareufer errichtet. Weitere Theorien besagen, dass die Altenburg als Nachfolge des zerstörten Vindonissa errichtet worden sei und Anfang des 19. Jahrhunderts betrachteten Forscher die Altenburg gar als ehemaligen Brückenkopf.

Durch archäologische Grabungen sind vier ehemalige Rundtürme belegt. Es darf aber vermutet werden, dass die Anlage bis zu zehn Rundtürme besass. Über die Innenbauten lässt sich kein klares Bild gewinnen. Die heute noch bestehenden Bauten, in welche die antike Ringmauer integriert wurde, sind alle späteren Ursprungs. Es handelt sich dabei um das höchste noch erhaltene römische Mauerwerk in der Schweiz.

Urburg der Habsburger

Als erste schriftliche Erwähnung taucht die «Altinburch» erstmals 1254 auf. Dass die Frühhabsburger um die Jahrtausendwende auf der Altenburg hausten, lässt sich genauso wenig belegen wie ein vermuteter früherer Bischofssitz. Der erste Hinweis auf das Urschloss der Habsburger findet sich Mitte des 17. Jahrhunderts vom Chronisten Matthäus Merian. Im späten 19. Jahrhundert bezog Pater Martin Kiem vom Kloster Muri den belegten Zunamen des Frühhabsburgers «Kanzellin von Altenburg» auf die Altenburg bei Brugg. Als Indiz könnte eines der beiden bekannten Ortswappen der Altenburg dienen, welches einen roten, gekrönten Löwen darstellte.

Das «Schlösschen» Das wegen seiner wohnturmartigen Form und den zwei Treppengiebeln «Schlösschen» genannte Gebäude, in welchem heute die Jugendherberge untergebracht ist, stammt vermutlich erst aus dem 16. Jahrhundert. In den ersten beiden Geschossen bildet die römische Mauer gegen Westen den Abschluss. 1938 kauften die Gesellschaft «Pro Vindonissa» und die Aargauische Historische Gesellschaft die unbenutzten Liegenschaften und liessen sie als Jugendherberge umbauen. Nach kriegsbedingten Verzögerungen konnte das «Schlössli Altenburg» 1941 als Jugendherberge eröffnet werden.

Jugendherberge Brugg heute

Jugendherberge Brugg heute

Ecke mit Kachelofen und Wappen 1941

Ecke mit Kachelofen und Wappen 1941

Rekonstruktion des spätrömischen Kleinkastells 1946

Rekonstruktion des spätrömischen Kleinkastells 1946